Rund 212.000 EintrÀge in Organspende-Register
05.12.2024 - 06:25:01Rund 212.000 Menschen haben eine ErklĂ€rung zu ihrer generellen Spendebereitschaft digital registriert, wie das Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte als Betreiberin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Ăberwiegend sei einer Organspende zugestimmt worden. Der Anteil der WidersprĂŒche liege bei knapp sieben Prozent.
Das Portal www.organspende-register.de ist seit 18. MĂ€rz online. Dort kann man ab dem Alter von 16 Jahren dokumentieren, ob man zu einer Organspende nach dem Tod bereit ist oder nicht. Eintragen kann man sich vorerst, indem man einen Ausweis mit Online-Funktion verwendet. Die Angaben sind freiwillig, kostenlos und können jederzeit geĂ€ndert und gelöscht werden. FĂŒnf Monate nach dem Start gab es im August zunĂ€chst knapp 150.000 EintrĂ€ge. ErklĂ€rungen auf Papier, etwa Organspendeausweise, sind weiterhin möglich.
Angesichts weiterhin fehlender Spenderorgane soll der Bundestag heute ĂŒber einen neuen Anlauf fĂŒr grundlegend neue Spenderegeln debattieren. Eine fraktionsĂŒbergreifende Abgeordnetengruppe bringt einen Entwurf fĂŒr die EinfĂŒhrung einer Widerspruchsregelung ein. Dies zielt darauf, dass zunĂ€chst alle als Spender gelten, es sei denn, man widerspricht. Derzeit gilt, dass Organentnahmen nur mit ausdrĂŒcklicher Zustimmung zulĂ€ssig sind.
Ein erster Anlauf fĂŒr eine Widerspruchslösung war 2020 gescheitert. Das Online-Register ist KernstĂŒck eines stattdessen beschlossenen Gesetzes.

