ROUNDUPZyklon, Alfred

Zehntausende in Australien ohne Strom

07.03.2025 - 10:28:27 | dpa.de

In Australien erwarten Millionen Menschen besorgt die Ankunft von Zyklon "Alfred".

Der Tropensturm bewegt sich weiter langsam, aber sicher auf eine dicht besiedelte und auch bei Touristen beliebte Region an der OstkĂŒste zu. JĂŒngsten Berechnungen von Meteorologen zufolge wird er wahrscheinlich am Samstagmorgen (Ortszeit) auf Land treffen - spĂ€ter als zunĂ€chst erwartet. Zuletzt befand sich "Alfred" noch etwa 100 Kilometer sĂŒdöstlich der Metropole Brisbane, mit rund 2,5 Millionen Einwohnern die drittgrĂ¶ĂŸte Stadt des Landes.

Es ist der erste Zyklon seit 50 Jahren, der in der Region die KĂŒste erreichen wird. Die meisten Schulen, SupermĂ€rkte, Straßen und FlughĂ€fen wurden vorsorglich geschlossen. Die Behörden hatten Hunderttausende SandsĂ€cke verteilt, damit die Menschen ihre HĂ€user und GeschĂ€fte sichern konnten. Auch fĂŒr Tiere wie Pferde und grĂ¶ĂŸeres Vieh wurden Evakuierungszentren eingerichtet.

Bereits die ersten AuslÀufer des Wirbelsturms rissen BÀume und Strommasten um. Mehr als 80.000 Anwohner sind schon jetzt ohne Strom, wie der Sender ABC berichtete. Ein Mann wurde in der NÀhe der Kleinstadt Dorrigo von den Wassermassen in einen Fluss gerissen - die EinsatzkrÀfte suchten nach ihm.

Neun Meter hohe Wellen

Vor der KĂŒste tĂŒrmten sich rund neun Meter hohe Wellen, wie Jane Golding vom staatlichen Wetterdienst betonte. Die Brandung spĂŒlte viele der bekannten StrĂ€nde fort. "Wir erleben bereits Erosion an den StrĂ€nden der Gold Coast, die in dicht besiedelten Gebieten von Surfers Paradise und Main Beach bis hinunter nach Burleigh und Coolangatta Klippen von bis zu zwei Metern Höhe verursacht hat", sagte Natalie Edwards von Surf Life Saving Queensland.

Starkregen, Böen von bis zu 150 Kilometern pro Stunde und Monsterwellen werden vor allem in der Region zwischen der Sunshine Coast in Queensland und dem 300 Kilometer weiter sĂŒdlich gelegenen Surfer-Hotspot Byron Bay in New South Wales erwartet. Die Behörden befĂŒrchten schwere Überschwemmungen. "Heftige bis örtlich extreme RegenfĂ€lle können zu gefĂ€hrlichen und lebensgefĂ€hrlichen Sturzfluten fĂŒhren", warnte der Wetterdienst.

"Ich rate allen, die in der Evakuierungszone leben oder sich dort aufhalten, dringend, das Gebiet jetzt zu verlassen", sagte Polizeisprecher Scott Tanner. "Das Wetter wird sich in den nÀchsten Stunden verschlechtern, und dann könnte es zu spÀt sein, um sich in Sicherheit zu bringen."

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