UnglĂŒcke

DLRG meldet mehr Badetote als im Vorjahr

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 10:24 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

In den ersten sieben Monaten des Jahres sind in Deutschland mindestens 261 Menschen in GewÀssern ertrunken.

DLRG meldet mehr Badetote als im Vorjahr
Badesee (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Das teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in DĂŒsseldorf mit.

Dies ist demnach bereits ein Anstieg um 15 TodesfĂ€lle im Vergleich zum Vorjahr. Besonders in den Sommermonaten Mai bis Juli kam es zu einem deutlichen Anstieg der tödlichen UnfĂ€lle, wobei allein in diesem Zeitraum 189 Menschen ums Leben kamen. Dies ist die höchste Zahl seit 2019, als 220 Menschen ertranken. "Betrachten wir nur die bisherigen drei Bademonate, gab es ĂŒber 30 TodesfĂ€lle mehr als vor einem Jahr. Insbesondere im Juni kam es zu einem dramatischen Anstieg an UnfĂ€llen. Über 100 Opfer gab es im Monat Juni zuletzt im Jahr 2003", sagte DLRG-PrĂ€sidentin Ute Vogt.

Die DLRG stellte fest, dass 90 Prozent der TodesfĂ€lle in frei zugĂ€nglichen BinnengewĂ€ssern geschahen. In Seen und Teichen ertranken 118 Personen, was einem Anstieg um 22 entspricht, wĂ€hrend in BĂ€chen und FlĂŒssen 90 Menschen ertranken, zwölf weniger als im Vorjahr. Auch in KanĂ€len und der Ostsee stieg die Zahl der Opfer. Vogt sagte, dass die Gefahr besonders dort groß sei, wo keine RettungskrĂ€fte schnell eingreifen können. Ein weiterer besorgniserregender Trend ist der Anstieg der TodesfĂ€lle unter jungen Menschen zwischen 11 und 30 Jahren, von denen 95 Prozent mĂ€nnlich waren. Leichtsinniges Verhalten, oft in Verbindung mit Alkohol und Drogen, sei eine hĂ€ufige Ursache fĂŒr die UnfĂ€lle.

In absoluten Zahlen betrachtet ertranken die meisten Menschen bislang in Bayern. 54 ertrunkene Personen sind drei mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Einen Anstieg von 35 auf 50 Todesopfer verzeichnete die DLRG fĂŒr Nordrhein-Westfalen. Auch in Berlin (+4), Rheinland-Pfalz (+3), Sachsen (+6), Sachsen-Anhalt (+3), Schleswig-Holstein (+7) und Mecklenburg-Vorpommern (+3) gab es einen Anstieg bei den Opferzahlen.

Die DLRG fordert mehr Investitionen in die Schwimmausbildung und die Infrastruktur von SchwimmbĂ€dern. Ein Modellprojekt des Bundes soll die Schwimmkompetenz in strukturschwachen Regionen verbessern. Vogt sagte, dass Wissen ĂŒber die Gefahren beim Baden und Schwimmen entscheidend sei, um die Zahl der ErtrinkungsunfĂ€lle zu reduzieren.

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