EU-PrĂŒfer, Luft

EU-PrĂŒfer: Weiter schlechte Luft und LĂ€rm in den StĂ€dten

15.01.2025 - 17:06:55

In den europÀischen StÀdten ist es laut und dreckig- das wird sich laut einem Bericht des EuropÀischen Rechnungshofsvoraussichtlich auch so schnell nicht Àndern.

Nach Ansicht der PrĂŒfer muss mehr fĂŒr die LuftqualitĂ€t getan werden. Zwar habe sich diese in der EU insgesamt verbessert, allerdings sei die Schadstoffbelastung - insbesondere die durch Autos und Lastwagen verursachte Konzentration an Stickstoffdioxid - nach wie vor ein großes Problem.

2022 sei der aktuelle EU-Grenzwert fĂŒr Stickstoffdioxid in zehn LĂ€ndern ĂŒberschritten worden, so der EuropĂ€ische Rechnungshof. Da bald strengere Vorgaben gĂ€lten, mĂŒssten die StĂ€dte in der EU sich anstrengen. Neue Obergrenzen gelten kĂŒnftig unter anderem fĂŒr Stickstoffdioxid (NO2) und Schwefeldioxid (SO2) sowie Feinstaub.

VerkehrslÀrm bleibt ein Problem

Aus Sicht der PrĂŒfer scheint das EU-LĂ€rmschutzziel fĂŒr 2030 in weiter Ferne. Zwar wĂŒrden in den meisten Mitgliedstaaten Daten zur LĂ€rmbelastung nur lĂŒckenhaft und mit Verzögerung erhoben, so dass nicht festgestellt werden könne, wie sich die LĂ€rmbelastung entwickele, schreiben die PrĂŒfer mit Sitz in Luxemburg.

Die Daten deuteten aber darauf hin, dass das Ziel, die Zahl der durch VerkehrslĂ€rm belĂ€stigten Menschen bis 2030 um 30 Prozent zu verringern, voraussichtlich nicht erreicht werde. SchĂ€tzungen zufolge werde diese Zahl bestenfalls um 19 Prozent sinken und schlimmstenfalls sogar um 3 Prozent steigen, hieß es.

StÀdten fÀllt der Kampf gegen Umweltbelastungen schwer

Insgesamt falle es den StĂ€dten schwer, wirksam gegen Luftverschmutzung und LĂ€rmbelastung vorzugehen, schreiben die PrĂŒfer. Das liegt dem Bericht zufolge etwa an schlechter Koordinierung durch die Behörden, Zweifeln an der Wirksamkeit der Maßnahmen oder auch am Widerstand von Anwohnern gegen entsprechende Eingriffe.

Drei Viertel der Menschen in der EU leben nach Angaben der PrĂŒfer in BallungsrĂ€umen und seien daher stark von Luftverschmutzung und LĂ€rmbelastung betroffen. Laut EU-SchĂ€tzungen verursacht Luftverschmutzung jĂ€hrlich den frĂŒhzeitigen Tod von rund 300.000 Menschen. Auch eine langfristige LĂ€rmbelastung kann sich auf die Gesundheit auswirken.

EU-Kommission: Weitere Anstrengungen erforderlich

Die EU erkenne an, wie wichtig es sei, die Probleme anzugehen, teilte die EU-Kommission als Reaktion auf den Bericht mit. Verschiedene politische Maßnahmen und Richtlinien zur Verbesserung der LuftqualitĂ€t und LĂ€rmminderung seien bereits umgesetzt. "Allerdings sind weitere Anstrengungen aller Mitgliedstaaten erforderlich, um eine LuftqualitĂ€t und einen LĂ€rmpegel zu erreichen, die fĂŒr die menschliche Gesundheit unbedenklich sind."

@ dpa.de