FlĂŒchtlingsunterkĂŒnfte, LĂ€nder

FlĂŒchtlingsunterkĂŒnfte der LĂ€nder weniger ausgelastet

01.01.2025 - 06:05:35 | dpa.de

In den FlĂŒchtlingsunterkĂŒnften der BundeslĂ€nder sind Tausende PlĂ€tze frei. Dabei wurden die KapazitĂ€ten mancherorts schon zurĂŒckgefahren.

Viele Betten in den Erstaufnahmen der LĂ€nder stehen derzeit leer. (Archivbild) - Foto: Heiko Rebsch/dpa
Viele Betten in den Erstaufnahmen der LĂ€nder stehen derzeit leer. (Archivbild) - Foto: Heiko Rebsch/dpa

Die Auslastung der FlĂŒchtlingsunterkĂŒnfte der BundeslĂ€nder ist teils deutlich zurĂŒckgegangen. In den sieben Ankerzentren in Bayern etwa waren zuletzt von 12.900 PlĂ€tzen rund 10.250 belegt - das sind 1.250 weniger als ein Jahr zuvor. In Baden-WĂŒrttemberg ging die Zahl der belegten PlĂ€tze im abgelaufenen Jahr von durchschnittlich 6.700 auf 5.000 zurĂŒck. In Nordrhein-Westfalen waren im Dezember rund 41 Prozent der 6.570 PlĂ€tze belegt, Ende 2023 waren es dort noch 49 Prozent von 6.970 PlĂ€tzen.

In Niedersachsen waren von rund 11.650 PlĂ€tzen zuletzt sogar nur rund 4.250 belegt - darunter fallen allerdings auch NotunterkĂŒnfte. Die niedersĂ€chsische Innenministerin Daniela Behrens bezeichnete die Lage in der Landesaufnahmebehörde als «gut unter Kontrolle». Dennoch halte das Land daran fest, die KapazitĂ€t im Bedarfsfall innerhalb weniger Wochen auf bis zu knapp 20.00 PlĂ€tze hochfahren zu können. «Derzeit sieht es zwar nicht so aus, als mĂŒssten wir diese KapazitĂ€ten in absehbarer Zeit schaffen, aber wir bereiten uns darauf vor», sagte die SPD-Politikerin.

Geringere Auslastung trotz niedrigerer KapazitÀten

Auch im Osten ist die Zahl der FlĂŒchtlinge in den Einrichtungen der LĂ€nder rĂŒcklĂ€ufig. «Dank gesunkener Zugangszahlen konnten wir unsere KapazitĂ€ten in den Aufnahmeeinrichtungen anpassen, Zeltstandorte aufgeben und insbesondere temporĂ€re NotunterkĂŒnfte vorlĂ€ufig außer Betrieb nehmen», sagte die Sprecherin der Landesdirektion in Sachsen, Valerie Eckl. Dort waren zum Jahresende rund 2.500 PlĂ€tze belegt, 2023 waren es noch mehr als 9.000.

In Sachsen-Anhalt ging die Auslastung von mehr als 90 Prozent auf 82 Prozent zurĂŒck, obwohl mehrere Unterbringungen geschlossen wurden. Auch in Brandenburg wurden die KapazitĂ€ten verringert, und die Auslastung sank dennoch von 75 auf 58 Prozent. In ThĂŒringen, wo vor einem Jahr noch fast alle PlĂ€tze belegt waren (97 Prozent), war Mitte Dezember jedes dritte Bett frei (64 Prozent Auslastung).

In den Aufnahmeeinrichtungen in Berlin leben laut Landesamt fĂŒr FlĂŒchtlingsangelegenheiten derzeit gut 14.000 Menschen, davon 3.700 auf dem GelĂ€nde des frĂŒheren Flughafens Tegel. Vor einem Jahr waren noch etwa 300 PlĂ€tze mehr belegt. In Rheinland-Pfalz waren zuletzt rund 3.700 von 6.430 PlĂ€tzen vergeben.

In Mecklenburg-Vorpommern sind die Erstaufnahmeeinrichtungen zu 80 Prozent ausgelastet. Dort gilt in der Regel aber schon eine Belegung von 75 Prozent als volle Auslastung, weil nicht alle RÀume voll belegt sein sollen, um Konflikten vorzubeugen. 

Anstieg in Hessen

Hessen verzeichnet eine gestiegene Auslastung: Dort waren Ende Dezember knapp 6.500 PlĂ€tze belegt, ein Jahr zuvor waren es knapp 3.700. Doch auch in Hessen ist damit noch fast die HĂ€lfte der rund 11.650 verfĂŒgbaren PlĂ€tze frei. Den Anstieg erklĂ€rt der Sprecher des zustĂ€ndigen RegierungsprĂ€sidiums Gießen damit, dass ab Herbst 2023 Ankommende verstĂ€rkt den Kommunen zugewiesen worden seien, da die Erstaufnahmeeinrichtung damals nahezu ausgelastet gewesen sei; 2024 seien dann die Zuweisungen ĂŒberproportional verringert worden.

Wer in Deutschland einen Asylantrag stellen will, wird zunÀchst in den Erstaufnahmen der LÀnder untergebracht. Von dort aus werden die Menschen auf die StÀdte und Gemeinden verteilt.

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