Bund, Kosten

Bund drohen hohe Kosten im Rechtsstreit um Corona-Schutzmasken

08.12.2023 - 13:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

In den Maskenprozessen vor dem Bonner Landgericht haben sich die Chancen des Gesundheitsministeriums offenbar weiter verschlechtert.

Landgericht Bonn (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das berichtet der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. Vor dem Gericht klagen noch Dutzende HĂ€ndler auf Zahlungen, weil der Bund zu Beginn der Pandemie zunĂ€chst zugesagt hatte, jede bis zum 30. April 2020 gelieferte FFP2-Maske fĂŒr 4,50 Euro anzukaufen.

Dann aber zeichnete sich ein Überangebot ab, der Bund beendete das Verfahren vorzeitig, und HĂ€ndler bekamen ihr Gerd nicht - in zahlreichen FĂ€llen mit der BegrĂŒndung des Bundes, die Masken hĂ€tten MĂ€ngel gehabt. Eine Kammer des Landgerichts hat nun in einem Termin ihre Position dazu geĂ€ndert, ob der Bund den HĂ€ndlern eine Chance zur Nachbesserung einrĂ€umen musste. Bisher hieß es, bei einem FixgeschĂ€ft mit einem festen Termin sei er dazu nach Ablauf der Frist nicht mehr verpflichtet gewesen, nun teilte die Kammer mit, sie gedenke "an ihrer Rechtsauffassung nicht weiter festzuhalten". Stattdessen seien auch hier die ĂŒblichen Regeln fĂŒr Schlechtleistungen gĂŒltig, nĂ€mlich "der Vorrang einer NacherfĂŒllung und das Recht einer zweiten Andienung durch den VerkĂ€ufer". Sollten abgelehnte HĂ€ndler nun doch Mangel-Ware austauschen und fĂŒr ihre Lieferung kassieren dĂŒrfen, könnten auf den Bund erhebliche Kosten zukommen.

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