PostenaffÀre, Kemmerich

PostenaffÀre: Kemmerich stellt Strafanzeige gegen Ramelow

27.03.2024 - 23:42:27

In der AffĂ€re um die womöglich rechtswidrige Vergabe hoher Posten an rot-rot-grĂŒne ParteigĂ€nger hat ThĂŒringens FDP-Chef Thomas Kemmerich nun Strafanzeige gegen MinisterprĂ€sident Bodo Ramelow und Staatskanzleichef Benjamin-Immanuel Hoff (beide Linke) erstattet.

Das schreibt das "Freie Wort" aus Suhl in seiner Donnerstagausgabe. Hintergrund ist ein Bericht des thĂŒringischen Landesrechnungshofs, wonach es bei der Einstellung von StaatssekretĂ€ren und Mitarbeitern der Minister zu RechtsverstĂ¶ĂŸen gekommen sein soll. So soll in vielen FĂ€llen die NĂ€he zu Linken, GrĂŒnen und SPD mehr gezĂ€hlt haben als die Qualifikation, so der Vorwurf.

Viele Mitarbeiter sollen angeblich ganz ohne Ausschreibung in den Landesdienst gekommen - und dann teilweise auch noch zu hoch bezahlt worden sein. Unterlagen, mit denen ihre Einstellung nachvollzogen werden können, existierten kaum, bemĂ€ngeln die RechnungsprĂŒfer. Die Landesregierung bestreitet die VorwĂŒrfe weitgehend und rĂ€umte nur ein, Dokumentationspflichten verletzt zu haben. "Die Vielzahl der bereits mit dem Sonderbericht durch den ThĂŒringer Rechnungshof kritisierten FĂ€lle legt den Verdacht nahe, dass die VerstĂ¶ĂŸe nicht auf FahrlĂ€ssigkeit beruhen können, sondern systematisch, zielgerichtet und vorsĂ€tzlich erfolgten", heißt es der Strafanzeige, aus der die Zeitung zitiert. Und weiter: "FĂŒr das beschriebene System der RechtsverstĂ¶ĂŸe tragen der MinisterprĂ€sident und der Chef der Staatskanzlei mithin nicht nur die politische, sondern auch die volle rechtliche Verantwortung", so Kemmerich. Die Anzeige erfolge wegen des Anfangsverdachts einer strafbaren Untreue gemĂ€ĂŸ Paragraf 266 des Strafgesetzbuches. Laut Bericht des "Freien Wortes" scheint die Staatsanwaltschaft Erfurt von der Strafbarkeit noch nicht ĂŒberzeugt zu sein. Man prĂŒfe weiterhin, ob es einen Anfangsverdacht gibt, zitiert die Zeitung einen Sprecher. Alle Unterlagen vom Rechnungshof-Bericht ĂŒber weitere Gutachten bis hin zu Regierungsakten lĂ€gen der Behörde vor, hieß es.

@ dts-nachrichtenagentur.de