Bremen und Hamburg wollen zusÀtzliche öffentliche Investitionen
24.06.2024 - 18:54:58 | dts-nachrichtenagentur.de
In der Debatte um zusĂ€tzliche staatliche Investitionen und den Bundeshaushalt 2025 spricht sich der Bremer BĂŒrgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) fĂŒr die Auflage eines gesamtstaatlichen Investitionsfonds aus.
Bauarbeiten an einer Gleisanlage (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Wenn öffentliche Investitionen die ProduktivitÀt von Wirtschaft, Gesellschaft oder Staat steigern, dann macht es Sinn, diese per Kredit zu finanzieren", sagte Bovenschulte der "Welt".
Sonst setze sich der Investitionsstau der vergangenen Jahre fort. "Bei der Bahn, den StraĂen und der Digitalisierung sieht man, dass wir einen groĂen Nachholbedarf haben. Deshalb plĂ€diere ich sehr fĂŒr einen gesamtstaatlichen Investitionsfonds, wie er zum Beispiel vom Institut der deutschen Wirtschaft vorgeschlagen wird", so Bovenschulte.
"Laufende Ausgaben sollen dagegen auch kĂŒnftig nur per Kredit finanziert werden, wenn sie zur BekĂ€mpfung von Naturkatastrophen und auĂergewöhnlichen Notsituationen erforderlich sind."
Der Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) plĂ€dierte ebenfalls fĂŒr eine zusĂ€tzliche Kreditaufnahme fĂŒr Investitionen: "Der dramatische Sanierungsstau bei der öffentlichen Infrastruktur ist unabweisbar", sagte er. "Wenn eine Reform der Schuldenbremse noch nicht mehrheitsfĂ€hig ist, sollte man wenigstens ein Sondervermögen Infrastruktur in die Verfassung schreiben - wie es mittlerweile fast die gesamte deutsche Wirtschaft eindringlich fordert."
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