Neue Kritik an Stark-Watzinger
05.07.2024 - 13:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de
In der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken im Bundestag, ĂŒber die der "Spiegel" berichtet, heiĂt es, "es wurde aufgeklĂ€rt, und es sind Konsequenzen gezogen worden".
Die Abgeordneten hatten 13 Fragen zum Ablauf der FördergeldaffĂ€re gestellt und auf WidersprĂŒche in Aussagen von FDP-Ministerin Bettina Stark-Watzinger, ihrer Pressestelle und ihrer mittlerweile geschassten StaatssekretĂ€rin Sabine Döring hingewiesen. Am 11. Juni hatte der NDR E-Mails aus dem Ministerium veröffentlicht, in denen ein BMBF-Referat aufgefordert wurde zu ĂŒberprĂŒfen, ob man Wissenschaftlern Fördergelder entziehen könne, die sich in einem offenen Brief gegen PolizeieinsĂ€tze an Berliner Hochschulen ausgesprochen hatten.
Zuvor soll eine Liste mit den Namen jener Unterzeichnenden erstellt worden sein, deren Forschungsarbeit vom BMBF gefördert wird.
Das Ministerium hatte hingegen stets betont, Fördermittel wĂŒrden "nach wissenschaftlicher Exzellenz und nicht nach politischer Weltanschauung vergeben". Ein Widerspruch, der nach Ansicht vieler Fachleute in Politik und Wissenschaft bisher nicht aufgeklĂ€rt ist. "AufklĂ€rung bedeutet bei der Ministerin offenbar Mauern und Aussitzen", sagte Nicole Gohlke, Sprecherin der Linken fĂŒr Bildung und Wissenschaft im Bundestag. "Es mutet schrĂ€g an, wenn das Ministerium erklĂ€rt, es sei alles geklĂ€rt, wĂ€hrend wesentliche Fragen aber unbeantwortet bleiben." Das BMBF habe "offenbar kein Interesse daran, das beschĂ€digte Vertrauen wiederherzustellen".
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