IAEA, Uran-BestÀnde

IAEA besorgt ĂŒber wachsende Uran-BestĂ€nde im Iran

29.08.2024 - 17:55:26 | dpa.de

In der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wĂ€chst die Sorge ĂŒber das iranische Atomprogramm.

Grund dafĂŒr ist die laufende Zunahme an hoch angereichertem Uran, wie IAEA-Chef Rafael Grossi in einem Bericht erklĂ€rte. Der Bestand dieses fast waffentauglichen Materials hat sich zwischen Mai und August demnach um rund 23 Kilogramm auf knapp 165 Kilogramm erhöht.

FĂŒr einen Atomsprengkopf wĂ€ren laut Experten etwa 50 Kilogramm an 60-prozentigem Uran nötig. FĂŒr die Nutzung in Nuklearwaffen mĂŒsste es noch etwas weiter auf ein Niveau von 90 Prozent angereichert werden. Der Iran beharrt offiziell darauf, kein Atom-Arsenal anzustreben. Grossi hat hingegen darauf hingewiesen, dass abgesehen von Atomwaffenstaaten kein Land außer dem Iran so hoch angereichertes Uran herstellt.

Mehr Uran-Zentrifugen

Laut dem nichtöffentlichen Bericht, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, hat der Iran in den vergangenen Monaten wie angekĂŒndigt zahlreiche zusĂ€tzliche Zentrifugen zur Uran-Anreicherung an zwei Standorten in Betrieb genommen.

Teheran blockiert Inspektoren

Grossi berichtete auch, dass Teheran weiterhin nicht mit der in Wien ansĂ€ssigen Atombehörde ĂŒber offene Fragen zu vergangenen geheimen Nuklear-AktivitĂ€ten redet. Seit der Wahl des neuen iranischen PrĂ€sidenten Massud Peseschkian Anfang Juli seien keine GesprĂ€che zustande gekommen, berichtete Grossi. Außerdem halte Teheran an seiner Entscheidung fest, erfahrene IAEA-Inspektoren nicht ins Land zu lassen.

Der Iran hatte sich 2015 in einem Abkommen verpflichtet, sein Atomprogramm drastisch einzuschrÀnken. Im Gegenzug sollten westliche Sanktionen aufgehoben werden. Doch der damalige US-PrÀsident Donald Trump stieg 2018 aus dem Pakt aus. Im Gegenzug fuhr der Iran seine Atomanlagen wieder hoch und schrÀnkte IAEA-Inspektionen stark ein.

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