Gleichwertige LebensverhÀltnisse: Unterschiede nehmen ab
03.07.2024 - 12:15:35Regionen mit schrumpfender Bevölkerung stehen laut einem Bericht der Bundesregierung zur Gleichwertigkeit der LebensverhĂ€ltnisse aktuell vor groĂen Herausforderungen. Der am Mittwoch vom Kabinett beschlossene Gleichwertigkeitsbericht 2024 zeigt laut Bundesregierung jedoch auch, dass die Unterschiede zwischen den Regionen bei einer Mehrheit der untersuchten wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und sonstigen Indikatoren in den vergangenen Jahren abgenommen haben. Die Ampel-Regierung betont, in dieser umfassenden Form sei man diesen Fragen bislang nicht nachgegangen.Â
Den Angaben zufolge nĂ€hern sich 27 von insgesamt 38 Gleichwertigkeitsindikatoren an. Zu diesen zĂ€hlen demnach das kommunale Steueraufkommen, die Arbeitslosenquote, die Zahl der Straftaten, die Geburtenrate und Lebenserwartung, die Erreichbarkeit des nĂ€chsten Supermarkts und der Anteil der WaldflĂ€che an der GesamtflĂ€che der 400 Kreise und kreisfreien StĂ€dte.Â
Weiter auseinander entwickelt haben sich die Regionen dagegen, was den Anteil von FachkrĂ€ften und Experten an den sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigten angeht. Auch bei der WohngebĂ€udedichte, dem VerhĂ€ltnis von Kindern zu KitaplĂ€tzen, dem Anteil der Einpersonenhaushalte und dem Altenquotienten wuchsen die Unterschiede. Keine statistisch relevante VerĂ€nderung gab es, was die Unterschiede bei der unterschiedlichen Bezahlung von MĂ€nnern und Frauen (sogenannter Gender Pay Gap), die Bevölkerungsentwicklung, vorzeitige Sterblichkeit und die Dichte an HausĂ€rzten betrifft.Â
Neben der Erhebung verfĂŒgbarer regionaler Daten, etwa zu den Gewerbeanmeldungen oder dem Anteil SelbststĂ€ndiger, beinhaltet der Bericht auch die Ergebnisse einer Umfrage. Dabei geht es um die Zufriedenheit der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in Bezug auf bestimmte Lebensbereiche, Infrastruktur und Leistungen der staatlichen Daseinsvorsorge.Â
Veröffentlicht werden zudem regional aufgeschlĂŒsselte Daten zum sogenannten Gesamtdeutschen Fördersystem fĂŒr strukturschwache Regionen (GFS), das seit 2020 Kern der Gleichwertigkeitspolitik der Bundesregierung ist. Den Angaben zufolge lag das GFS-Fördervolumen 2022 bei 4,2 Milliarden Euro. Knapp mehr als die HĂ€lfte der Mittel sei 2022 in den ostdeutschen Kreisen eingesetzt worden. Relativ hohe Pro-Kopf-Zahlungen gab es demnach auch in strukturschwachen Regionen Norddeutschlands, im Ruhrgebiet, in Rheinland-Pfalz, im Saarland und entlang der bayerischen Grenze zu Tschechien.





