Erster Fall neuer Mpox-Variante in Deutschland
22.10.2024 - 13:23:13Die Person habe sich im Ausland mit der sogenannten Klade Ib infiziert, teilte das Robert Koch-Institut mit. Zuvor hatte "Bild" berichtet. In Schweden war Mitte August der erste Fall mit dieser Mpox-Virus-Variante auĂerhalb des afrikanischen Kontinents bestĂ€tigt worden.
Infektionen mit der Klade IIb gibt es bereits seit Mai 2022 in vielen LÀndern, auch in Deutschland. TodesfÀlle wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge hierzulande noch nicht registriert. "Das RKI geht aktuell weiterhin nicht von einer erhöhten GefÀhrdung durch Klade-I-Viren in Deutschland aus, beobachtet die Situation aber sehr genau und passt seine Empfehlungen bei Bedarf an", hieà es auf der Webseite der Behörde.
Typischer Ausschlag
Zu den Mpox-Symptomen zÀhlen ein typischer Ausschlag sowie hÀufig auch allgemeine Krankheitssymptome wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen. Tödliche VerlÀufe sind selten, gerade in LÀndern mit guten Behandlungsstandards.
Bei Klade Ib treten vermutlich hÀufiger schwerere KrankheitsverlÀufe auf als bei Klade IIb, und sie soll ansteckender sein. Gesicherte Angaben dazu gibt die Datenlage derzeit allerdings noch nicht her.
Höchste Alarmstufe fĂŒr mehr Aufmerksamkeit
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte im August wegen der zunehmenden Mpox-Verbreitung in Afrika eine "Gesundheitliche Notlage internationaler Reichweite" erklĂ€rt. Das ist die höchste Alarmstufe, die Behörden in aller Welt zu erhöhter Aufmerksamkeit bringen soll. Die Hilfsorganisation Ărzte ohne Grenzen zeigte sich besorgt ĂŒber die Geschwindigkeit, mit der sich Mpox in Afrika ausbreitet.
Nach dem Bekanntwerden des Falls in Schweden hieà es, die betroffene Person habe sich zuvor in Afrika aufgehalten. Die europÀische Gesundheitsbehörde ECDC rechnete schon lÀnger mit weiteren eingeschleppten FÀllen in Europa.
Das Mpox-Virus wird vorwiegend beim engen Haut-zu-Haut-Kontakt ĂŒbertragen, etwa beim Sex oder beim engen Umarmen, Massieren und KĂŒssen.
Was hilft gegen die Krankheit?
Es gibt Pockenimpfstoffe, die auch gegen Mpox wirken, das Risiko eines Krankheitsausbruchs reduzieren und den Krankheitsverlauf abmildern. Die deutsche Impfkommission Stiko empfiehlt die Verwendung derzeit nur bestimmten Risikogruppen.

