Abstimmung, AfD

Nach Abstimmung mit AfD: Merkel ĂŒbt scharfe Kritik an Merz

30.01.2025 - 11:09:07 | dts-nachrichtenagentur.de

In einer seltenen ErklÀrung hat die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das erstmalige gemeinsame Votum von Union und FDP mit der AfD kritisiert.

Angela Merkel (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Angela Merkel (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Sie halte es fĂŒr falsch, "sehenden Auges erstmalig bei einer Abstimmung im Deutschen Bundestag eine Mehrheit mit den Stimmen der AfD zu ermöglichen", schrieb Merkel am Donnerstag auf ihrer Homepage. Die Bundeskanzlerin a. D. erinnerte zunĂ€chst daran, dass der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Kanzlerkandidat von CDU und CSU, Friedrich Merz, in seiner Rede am 13. November 2024 erklĂ€rt hatte, dass er mit SPD und GrĂŒnen vereinbaren will, "dass wir nur die Entscheidungen auf die Tagesordnung des Plenums setzen, ĂŒber die wir uns zuvor mit Ihnen von der SPD und den GrĂŒnen in der Sache geeinigt haben, sodass weder bei der Bestimmung der Tagesordnung noch bei den Abstimmungen in der Sache hier im Haus auch nur ein einziges Mal eine zufĂ€llige oder tatsĂ€chlich herbeigefĂŒhrte Mehrheit mit denen da von der AfD zustande kommt". Diese Verabredung wolle er ausdrĂŒcklich vorschlagen, hieß es in der Rede von Merz. "Denn das hĂ€tten diese Damen und Herren von rechts außen doch gerne, dass sie plötzlich die Mehrheiten besorgen, und sei es mit Ihnen von den beiden Minderheitsfraktionen bei der Bestimmung der Tagesordnung. Wir wollen das nicht", zitiert Merkel ihren Nachfolger an der Spitze der CDU. Dieser - nun gebrochene - Vorschlag "und die mit ihm verbundene Haltung waren Ausdruck großer staatspolitischer Verantwortung, die ich vollumfĂ€nglich unterstĂŒtze", erklĂ€rte Merkel.

"FĂŒr falsch halte ich es, sich nicht mehr an diesen Vorschlag gebunden zu fĂŒhlen und dadurch am 29. Januar 2025 sehenden Auges erstmalig bei einer Abstimmung im Deutschen Bundestag eine Mehrheit mit den Stimmen der AfD zu ermöglichen." Die Ex-Kanzlerin mahnte eine RĂŒckkehr zu einem anderen Umgangston und sachlichen europarechtskonformen VorschlĂ€gen an. "Stattdessen ist es erforderlich, dass alle demokratischen Parteien gemeinsam ĂŒber parteipolitische Grenzen hinweg, nicht als taktische Manöver, sondern in der Sache redlich, im Ton maßvoll und auf der Grundlage geltenden europĂ€ischen Rechts, alles tun, um so schreckliche Attentate wie zuletzt kurz vor Weihnachten in Magdeburg und vor wenigen Tagen in Aschaffenburg in Zukunft verhindern zu können", so Merkel.

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