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BSW und AfD fordern schnelle NeuauszÀhlung der Bundestagswahl

07.10.2025 - 00:17:21

In ihrem Kampf um eine NeuauszĂ€hlung der Bundestagswahl wirbt BSW-Chefin Sahra Wagenknecht die AfD um UnterstĂŒtzung.

"Ich fordere auch die AfD auf, eine NeuauszĂ€hlung zu unterstĂŒtzen", sagte sie dem "Stern". "Es wĂ€re ein Offenbarungseid, wenn die AfD im Hinterzimmer als StĂŒtze der Merz-Regierung agiert, weil auch sie bei einem Bundestagseinzug des BSW einen Teil ihrer Mandate verlieren wĂŒrde." Und die AfD unterstĂŒtzt offenbar Wagenknechts Anliegen.

"Die anderen Fraktionen scheinen auf Zeit zu spielen", sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Stephan Brandner dem "Stern". "Aus unserer Sicht muss so schnell wie möglich eine Entscheidung her." Brandner amtiert auch als Parlamentarischer GeschĂ€ftsfĂŒhrer der AfD-Bundestagsfraktion und Obmann im WahlprĂŒfungsausschuss. "Falls es nur irgendeinen Zweifel daran gibt, dass der Bundestag nicht korrekt zusammengesetzt ist, muss neu ausgezĂ€hlt werden", sagte er. Dass die AfD wie die anderen Fraktionen mit einem Einzug des BSW eigene Sitze im Bundestag verlöre, ist aus Sicht von Brandner in Kauf zu nehmen. "Wenn wir dann Mandate verlieren und zusĂ€tzlich Konkurrenz bekommen wĂŒrden, wĂ€re das natĂŒrlich nicht schön", sagte er. Aber: "Korrekte Demokratie schlĂ€gt Eigeninteresse." Wagenknecht verwies darauf, dass im Fall des Einzugs ihrer Partei sich die MehrheitsverhĂ€ltnisse im Bundestag Ă€nderten. "Wir könnten dann endlich einen Corona-Untersuchungsausschuss oder einen zur Nordstream-Sprengung einrichten", sagte sie. Schon jetzt gelte: "Friedrich Merz ist sehr wahrscheinlich der erste Bundeskanzler, der ohne demokratische Legitimation ins Amt gekommen ist." Ähnlich argumentiert Brandner: "Die Frage, ob der Bundeskanzler und damit auch alle Minister und parlamentarischen StaatssekretĂ€re legitim im Amt sind und die Regierungsmehrheit ĂŒberhaupt existiert, muss korrekt und ohne politische Spielchen beantwortet sein." Ein Parlament mit dem BSW könnte sich "auch strategisch als höchst interessant" erweisen, sagte er. "Nicht nur, dass die Regierung Merz am Ende wĂ€re - auch alle ihre Entscheidungen einschließlich der ParlamentsbeschlĂŒsse stĂŒnden dann infrage."

@ dts-nachrichtenagentur.de