Warnstreiks, Nahverkehr

Warnstreiks legen Nahverkehr in Deutschland vielerorts lahm

21.02.2025 - 15:25:34 | dpa.de

In mehreren BundeslĂ€ndern nötigen Warnstreiks im Nahverkehr den FahrgĂ€sten Geduld ab. Betroffen sind auch GroßstĂ€dte wie Köln und Frankfurt. Hintergrund ist ein Tarifstreit.

Seit 3 Uhr morgens steht der öffentliche Nahverkehr in mehreren BundeslÀndern still. - Foto: Christoph Reichwein/dpa

Kein Bus, keine U-Bahn, keine Straßenbahn: Viele FahrgĂ€ste des öffentlichen Nahverkehrs sind in Deutschland von EinschrĂ€nkungen betroffen. Busse und Bahnen stehen seit den frĂŒhen Morgenstunden in mehreren BundeslĂ€ndern still. 

Hintergrund ist der Tarifstreit im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Die Gewerkschaft Verdi hatte BeschĂ€ftigte von kommunalen Verkehrsunternehmen in Baden-WĂŒrttemberg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Viele GroßstĂ€dte betroffen

Von dem ganztĂ€gigen Warnstreik, der um 3 Uhr begonnen hat, sind unter anderem die GroßstĂ€dte Stuttgart, Mainz, DĂŒsseldorf, Dortmund, Köln, Hannover und Frankfurt am Main betroffen. Der Ausstand soll laut Verdi bis Betriebsschluss andauern. 

Nicht von Warnstreiks betroffen sind S-Bahnen, Regionalexpress-ZĂŒge (RE) und der Fernverkehr der Deutschen Bahn.

Keine AnnÀherung bei vergangener Tarifrunde

Verdi begrĂŒndete den Warnstreikaufruf damit, dass es auch in der zweiten Tarifrunde fĂŒr die mehr als 2,5 Millionen BeschĂ€ftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen am Montag und Dienstag kein Angebot gegeben habe. 

Die Gewerkschaft fordert acht Prozent mehr Lohn und flexiblere Arbeitszeiten. Die Arbeitgeber haben bisher kein Angebot vorgelegt. Die nĂ€chste Verhandlungsrunde ist fĂŒr den 14. bis 16. MĂ€rz angesetzt.

Weitere Warnstreiks in anderen Tarifkonflikten

Auch in Berlin standen Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen am Donnerstag und Freitag still. In der Hauptstadt lĂ€uft ein 48-stĂŒndiger Warnstreik in einem anderen Tarifkonflikt. Auch BeschĂ€ftigte im Nahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern waren wegen eines weiteren Tarifkonflikts zum Ausstand aufgerufen. Bereits am Donnerstag fuhren viele Busse im Land nicht.

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