Ines Claus: Zorn kritisiert mögliche Kandidatur als PrÀsidentin
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 12:56 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSUnion sucht Nachfolge fĂŒr Steinmeier
- Armand Zorn bewertet eine mögliche Kandidatur von Ines Claus fĂŒr das BundesprĂ€sidentenamt kritisch.
- Der hessische SPD-Abgeordnete nennt Ilse Aigner als erfahrene und bundespolitisch bekannte Alternative.
- Zorn fordert von der Union eine zeitnahe Entscheidung ĂŒber eine geeignete Kandidatin.
Zorn stellt Clausâ Eignung fĂŒr BundesprĂ€sidentenamt infrage
Der hessische SPD-Bundestagsabgeordnete Armand Zorn sieht eine mögliche Kandidatur der hessischen CDU-Fraktionschefin Ines Claus fĂŒr das Amt der BundesprĂ€sidentin kritisch. Das Amt verlange eine Persönlichkeit, die das Land zusammenfĂŒhre und Deutschland in verĂ€nderten geopolitischen Zeiten international wĂŒrdig vertrete, sagte Zorn der âRheinischen Postâ.
Anforderungen an das höchste Staatsamt
Nach Zorns EinschÀtzung brauche eine geeignete Kandidatin Erfahrung, Empathie und die FÀhigkeit, auf unterschiedliche Menschen zuzugehen. Claus sei bundesweit bislang kaum bekannt.
Als Alternative nannte Zorn die CSU-Politikerin Ilse Aigner. Sie sei erfahren und bundespolitisch bekannt und bringe aus seiner Sicht die Voraussetzungen fĂŒr das Amt mit.
Union soll zeitnah Klarheit schaffen
Das Vorschlagsrecht liege bei der Union, sagte Zorn. Entscheidend sei jedoch, dass sie eine Kandidatin vorschlage, die den hohen Anforderungen des Amtes gerecht werde.
Zorn erwarte deshalb, dass die Union zeitnah Klarheit schaffe. Die Debatte ĂŒber die Nachfolge von BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier ist damit auch innerhalb des Unionslagers von unterschiedlichen Personalvorstellungen geprĂ€gt.
Die Debatte ĂŒber die Nachfolge von BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier hat mit Ines Claus eine neue Wendung erhalten. Die Vorsitzende der hessischen CDU-Landtagsfraktion wird als mögliche Kandidatin der Union gehandelt und hat erklĂ€rt, dass sie die öffentliche Diskussion darĂŒber als groĂe Ehre empfinde.
Claus steht dabei in Konkurrenz zu Ilse Aigner. Die CSU unterstĂŒtzt die bayerische LandtagsprĂ€sidentin, die ĂŒber langjĂ€hrige bundespolitische Erfahrung verfĂŒgt. Zugleich wird berichtet, dass Bundeskanzler Friedrich Merz Claus favorisieren könnte; eine verbindliche Entscheidung oder ein offizieller Vorschlag der Union liegt damit nicht vor.
Entscheidung der Bundesversammlung
Der BundesprĂ€sident wird von der Bundesversammlung gewĂ€hlt. FĂŒr die Union ist die Personalfrage deshalb politisch bedeutsam, weil CDU und CSU zunĂ€chst eine gemeinsame Kandidatur abstimmen mĂŒssen. Das Vorschlagsrecht der Union schlieĂt andere Bewerber nicht aus, erhöht aber den Einigungsdruck innerhalb des ParteienbĂŒndnisses.
Steinmeiers Amtszeit endet im FrĂŒhjahr 2027. Bis dahin bleibt Zeit fĂŒr GesprĂ€che, zugleich verlangt die anhaltende öffentliche Debatte eine erkennbare Linie der Union. Zorns Einwand richtet den Blick auf die Anforderungen des Amtes: ĂŒberparteiliche Integrationskraft, auĂenpolitische ReprĂ€sentation und bundesweite Bekanntheit.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Tagesschau: âCDU-Politikerin Claus signalisiert Interesse an Steinmeier-Nachfolgeâ (28.10.2026)
Der Beitrag ordnet Claus als mögliche Nachfolgerin Steinmeiers ein und hebt ihr signalisiertes Interesse hervor. Im Mittelpunkt steht die ĂŒberraschende Personalie innerhalb der CDU.
BR24: âSteinmeier-Nachfolge: CDU-Vize Claus macht Aigner Konkurrenzâ (28.10.2026)
Der Bericht stellt den Wettbewerb zwischen Claus und Aigner heraus. Beide BeitrĂ€ge verbinden die mögliche Claus-Kandidatur mit der noch offenen Entscheidung der Union, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte bei der innerparteilichen Konkurrenz und Clausâ persönlichem Interesse.
Ăbereinstimmung besteht darin, dass Claus als neue Option fĂŒr die Steinmeier-Nachfolge gilt. Offen bleibt, ob die Union Claus, Aigner oder eine andere Persönlichkeit vorschlagen wird.
