Inflation steigt im September wegen Energiepreisen auf 3,3 Prozent
Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 14:05 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSDie Inflationsrate in Deutschland wird im September voraussichtlich 3,3 Prozent betragen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch auf Basis einer SchÀtzung mit.
Preise steigen binnen Monatsfrist
GegenĂŒber August stiegen die Verbraucherpreise voraussichtlich um 0,6 Prozent. Die Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die hĂ€ufig als Kerninflation bezeichnet wird, lag demnach bei 2,4 Prozent.
Energiepreise treiben die Teuerung
Wichtigster Treiber der Entwicklung waren die Energiepreise. Sie lagen im September voraussichtlich 14,9 Prozent ĂŒber dem Niveau des Vorjahres.
Damit beschleunigte sich der Preisauftrieb bei Energie deutlich: Im August hatte er 10,5 Prozent betragen, im Juli 8,3 Prozent. Die September-Zahl ist zunÀchst vorlÀufig.
Die vorlĂ€ufige Inflationsrate von 3,3 Prozent markiert einen deutlichen Anstieg gegenĂŒber den 2,9 Prozent im August. Entscheidend ist dabei die Zusammensetzung: Die Kerninflation liegt mit 2,4 Prozent deutlich niedriger, wĂ€hrend Energie im Jahresvergleich um 14,9 Prozent teurer wurde. Der aktuelle Preisschub geht damit vor allem auf einen einzelnen, stark bewegten Bereich zurĂŒck.
FĂŒr private Haushalte wirken sich höhere Energiepreise unmittelbar an Tankstellen und bei Heizkosten aus. Sie können zudem indirekte Folgen haben, wenn Unternehmen gestiegene Transport- und Produktionskosten zeitversetzt an andere Preise weitergeben. Dass die Preise gegenĂŒber August um 0,6 Prozent zulegten, zeigt die Dynamik der Entwicklung innerhalb kurzer Zeit.
Energie als zentraler Preistreiber
Der Anstieg der Energieinflation von 10,5 Prozent im August ĂŒber 8,3 Prozent im Juli auf nun 14,9 Prozent verdeutlicht die zunehmende Bedeutung dieses Faktors fĂŒr die Gesamtteuerung. Ob sich die Inflationsrate weiter erhöht oder der Effekt nachlĂ€sst, hĂ€ngt deshalb maĂgeblich von der weiteren Entwicklung der Energiepreise ab.
Die Kerninflation von 2,4 Prozent liefert zugleich ein differenzierteres Bild der Preisentwicklung auĂerhalb von Nahrungsmitteln und Energie. FĂŒr die Geldpolitik ist diese GröĂe besonders relevant, weil sie kurzfristige Schwankungen bei Energiepreisen ausblendet. Die endgĂŒltigen September-Daten können die vorlĂ€ufige SchĂ€tzung noch leicht verĂ€ndern.
