Investitionspaket, LĂ€nder

Investitionspaket: LĂ€nder geschlossen vor Treffen mit Merz

18.06.2025 - 14:05:44

Die Zeit drĂ€ngt: Am 11. Juli soll der «Investitionsbooster» fĂŒr die Wirtschaft durch den Bundesrat. Doch die LĂ€nder erwarten vorher noch Zusagen der Bundesregierung.

Im Ringen um das Investitionspaket fĂŒr neue Wirtschaftskraft gehen die LĂ€nderchefs geschlossen in das heutige Treffen mit Kanzler Friedrich Merz. «Wir haben eine gemeinsame Position», sagte Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer (CDU) in Berlin. «Wir wollen, dass dieses Land nach drei Jahren Rezession und einer schwierigen Situation wieder auf die Beine kommt. Wir wollen, dass diese Bundesregierung erfolgreich ist. Wenn sie erfolgreich ist, ist es gut fĂŒr unser Land, fĂŒr die LĂ€nder und die Kommunen.»

Kretschmer zeigte sich optimistisch, mit Merz sowie mit Bundesfinanzminister Lars Klingbeil «Schritte zur Kompensation fĂŒr die Kommunen, fĂŒr die LĂ€nder» vereinbaren zu können. 

Niedersachsens Regierungschef Olaf Lies betonte, es brauche noch Entscheidungen des Bundes, damit die LĂ€nder dem Vorhaben am 11. Juli im Bundesrat zustimmen könnten. «Da bin ich sehr zuversichtlich gleich fĂŒr das Kanzleramt», sagte der SPD-Politiker. Die Wirtschaft warte auf Signale wie den sogenannten Investitionsbooster.

PlÀne bedeuten rund 48 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen

Der Bundestag soll am Donnerstag der kommenden Woche ĂŒber ein Programm entscheiden, das die maue Wirtschaftslage in Schwung bringen soll. Es enthĂ€lt Anreize fĂŒr Investitionen, unter anderem durch erweiterte steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten fĂŒr Maschinen und Elektrofahrzeuge. Von 2028 an soll zudem die Körperschaftsteuer sinken. 

Wegen sinkender Steuern wĂŒrden diese PlĂ€ne allerdings Einnahmeverluste fĂŒr Bund, LĂ€nder und Kommunen mit sich bringen. Laut Gesetzentwurf wĂ€ren es fĂŒr die Kommunen 13,5 Milliarden Euro weniger, fĂŒr die LĂ€nder 16,6 Milliarden und fĂŒr den Bund 18,3 Milliarden – also insgesamt rund 48 Milliarden. 

Die LÀnder verlangen vom Bund daher einen finanziellen Ausgleich und verweisen vor allem auf die prekÀre Haushaltslage vieler hoch verschuldeter Kommunen.

@ dpa.de