Olaf Scholz, Nahost

Scholz versichert Israel unverbrĂŒchliche SolidaritĂ€t

08.10.2023 - 16:16:24 | dpa.de

Kanzler Scholz reagierte zunĂ€chst nur knapp auf der Plattform X auf den Angriff auf Israel. Jetzt legt er ausfĂŒhrlich nach. Sein Statement enthĂ€lt auch eine deutliche Warnung.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gibt im Bundeskanzleramt ein Statement zum Großangriff der islamistischen Hamas auf Israel. - Foto: Fabian Sommer/dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat Israel nach dem großangelegten Angriff der islamistischen Hamas die SolidaritĂ€t Deutschlands zugesagt.

Er habe Regierungschef Benjamin Netanjahu in einem TelefongesprĂ€ch versichert, «dass Deutschland angesichts dieses furchtbaren Angriffs fest und unverbrĂŒchlich an der Seite Israels steht», sagte Scholz im Kanzleramt in Berlin. «Die Sicherheit Israels ist deutsche StaatsrĂ€son. Das gilt gerade auch in schweren Stunden wie diesen. Und entsprechend werden wir handeln.»

Scholz nannte den Angriff der Hamas «barbarisch» und «empörend» und betonte: «Israel hat das Recht, sich gegen diese barbarischen Angriffe zu verteidigen, seine StaatsbĂŒrger zu schĂŒtzen und die Angreifer zu verfolgen.»

Der Kanzler kĂŒndigte an, dass er noch mit dem Ă€gyptischen PrĂ€sidenten Abdel Fattah al-Sisi, US-PrĂ€sident Joe Biden, Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Rishi Sunak ausfĂŒhrlich telefonieren werde, um die Lage zu erörtern.

«Klar ist: Wir verurteilen das Vorgehen der Hamas auf das SchĂ€rfste. Vor allem aber setzen wir alles daran, dass aus diesem Überfall kein FlĂ€chenbrand mit unkalkulierbaren Folgen fĂŒr die ganze Region wird», sagte Scholz. «Und wir warnen alle davor, in dieser Lage den Terror zu befeuern und weiterzutragen.»

Scholz verurteilt palÀstinensische Feiern

Scholz verurteilte zugleich pro-palĂ€stinensische Demonstrationen in Deutschland anlĂ€sslich des Angriffs auf Israel. «Wir akzeptieren es nicht, wenn hier auf unseren Straßen die abscheulichen Attacken gegen Israel gefeiert werden», sagte er.

«Das Leid, die Zerstörung, der Tod von so vielen Menschen kann fĂŒr niemanden Anlass zur Freude sein.» Seine Gedanken seien «in diesen schweren Stunden bei den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern Israels, die viele Opfer zu beklagen haben».

In Berlin-Neukölln hatten sich am Samstagabend etwa 50 Menschen zu einer laut Polizei pro-palĂ€stinensischen Demo versammelt. Auf einem Video auf Instagram, das das anti-israelische Netzwerk Samidoun teilte, war eine Gruppe zu sehen, die Parolen skandierte. Die Organisation hatte am Samstagnachmittag sĂŒĂŸe Backwaren an Passanten verteilt, «zur Feier des Sieges des Widerstands», wie sie auf Instagram schrieb.

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