Kanzleramtschef, MentalitÀtswechsel

Kanzleramtschef will MentalitÀtswechsel in der Verwaltung

12.03.2025 - 08:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Kanzleramtsminister Wolfgang Schmidt (SPD) will einen MentalitÀtswechsel in der Verwaltung.

Wolfgang Schmidt (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Wolfgang Schmidt (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Dort herrsche "bisweilen eine gewisse Risikoaversion, manchmal auch eine Vollkasko-MentalitĂ€t", sagte Schmidt dem Wirtschaftsmagazin "Capital". "Es wĂ€re gut, wenn ĂŒberall wieder mehr Verantwortung ĂŒbernommen wĂŒrde. FrĂŒher gab es den Landrat oder die BĂŒrgermeisterin, die im Zweifel auch einfach mal entschieden und eine Genehmigung erteilt haben", so Schmidt.

"Heute sichern sich viele lieber zu 100 Prozent ab, geben im Zweifel noch ein Gutachten und noch ein Gutachten in Auftrag." Die Klagen von Unternehmen und BĂŒrgern ĂŒber eine ĂŒberbordende BĂŒrokratiebelastung kann Schmidt nachvollziehen. "Es wurden ĂŒber viele Jahre aus wahrscheinlich jeweils vielen guten und nachvollziehbaren GrĂŒnden Regulierung um Regulierung, Berichtspflicht um Berichtspflicht angehĂ€uft", so der Kanzleramtschef. FĂŒr wenig zielfĂŒhrend hĂ€lt Schmidt hingegen die Art und Weise, wie die Debatte um BĂŒrokratieabbau derzeit gefĂŒhrt wird. "Das große Problem ist, dass es oft nur um Überschriften und Schlagworte geht, nicht um die konkreten Schritte." In einem demokratischen Staat mit mehreren verantwortlichen Ebenen gehe es "aber genau darum: sehr konkrete Lösungen zu finden". DarĂŒber hinaus gebe es fĂŒr das Thema hĂ€ufig nicht die notwendige politische Aufmerksamkeit und FĂŒhrung. Was fehle, sei die "Management Attention von ganz oben". Es brauche Chefs, die "hands on" sind und "sehr viel mehr Pragmatiker mit Hang zu praktischen und konkreten Lösungen". Zugleich dĂŒrfte man sich von Entscheidungen der Bundesregierung nicht zu viel versprechen. "Es gibt den einen, zentralen Hebel nicht", so Schmidt. "Zu glauben, es gĂ€be in einem föderal organisierten System mit 11.000 Gemeinden diesen einen zentralen Hebel, ist eine Illusion. Das sind 80.000 Schrauben, die muss man identifizieren und dann alle bis zum Anschlag drehen. Und einige muss man wieder freiklopfen oder ölen."

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