Karin Prien, Bundespräsidentenwahl

Karin Prien: JSUD schlägt CDU-Politikerin als Präsidentin vor

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 05:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Die Jüdische Studierendenunion Deutschland bringt die CDU-Politikerin für die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier ins Gespräch. Ausschlaggebend sind aus Sicht der Organisation Priens Haltung gegen Rechtsextremismus und ihre jüdische Familiengeschichte.

Priens Rolle in der Nachfolgefrage

  • Die JSUD schlägt Karin Prien als nächste Bundespräsidentin vor.
  • JSUD-Präsident Ron Dekel begründet den Vorschlag mit Priens CDU-Zugehörigkeit und ihrer Abgrenzung zur AfD.
  • Prien ist Jüdin und nicht religiös; ihre Großeltern flohen vor dem Nationalsozialismus.
Karin Prien (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

JSUD schlägt Karin Prien für das Bundespräsidentenamt vor

Die Jüdische Studierendenunion Deutschland schlägt die CDU-Politikerin Karin Prien als nächste Bundespräsidentin vor. JSUD-Präsident Ron Dekel begründet den Vorstoß mit Priens konservativer Parteizugehörigkeit, ihrer klaren Abgrenzung gegenüber der rechtsextremen AfD und ihrer jüdischen Familiengeschichte.

Vorschlag mit Blick auf das CDU-Lager

Dekel sagte dem „Spiegel“, weil diesmal eine Person aus dem CDU-Lager Bundespräsident werden solle, müssten auch Stimmen innerhalb dieses politischen Spektrums berücksichtigt werden, die sich eindeutig gegen Rechtsextremismus positionierten.

Prien sei deshalb eine Person, die „in diesen Zeiten für das Amt der Bundespräsidentin infrage kommt“. Der JSUD-Präsident verwies außerdem auf ihr biografisches Verständnis dafür, was es bedeute, wenn Rechtsextremisten an die Macht kämen.

Familiengeschichte als Teil der Begründung

Karin Prien ist Jüdin, aber nicht religiös. Ihre Großeltern flohen vor dem Nationalsozialismus.

Die Bundespräsidentenwahl steht im Zusammenhang mit der Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier. In der Union werden neben Prien weitere mögliche Kandidatinnen genannt.

Die Bundespräsidentenwahl ist bislang nicht auf eine einzelne Kandidatur festgelegt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kann nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten; die Wahl seines Nachfolgers erfolgt durch die Bundesversammlung.

In der Union werden mehrere Frauen als mögliche Bewerberinnen genannt, darunter Karin Prien. Die Bildungsministerin gehört dem CDU-Lager an und hat sich wiederholt gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD positioniert. Damit steht ihre mögliche Eignung in einem politischen Spannungsfeld zwischen parteipolitischer Anschlussfähigkeit und klarer Abgrenzung nach rechts.

Biografischer Hintergrund und politische Bedeutung

Die JSUD begründet ihren Vorschlag zusätzlich mit Priens jüdischer Familiengeschichte. Ihre Großeltern flohen vor dem Nationalsozialismus. Für die Studierendenunion verbindet sich damit ein persönlicher Bezug zur historischen Erfahrung von Verfolgung und Machtübernahme durch Rechtsextremisten.

Eine Empfehlung der JSUD ersetzt keine formale Nominierung durch eine Partei oder ein Wahlbündnis. Entscheidend wird sein, ob sich im weiteren Auswahlprozess eine Kandidatin oder ein Kandidat auf eine Mehrheit in der Bundesversammlung stützen kann. Der Vorschlag lenkt den Blick zugleich auf die Frage, welche Bedeutung die Abgrenzung von der AfD bei der Besetzung des höchsten Staatsamtes erhalten soll.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

tagesschau: „Steinmeier-Nachfolge: Die Kandidatensuche wird zur ...“ (29.10.2026)

Der Beitrag ordnet Karin Prien in die Reihe möglicher CDU-Kandidatinnen für die Nachfolge Frank-Walter Steinmeiers ein. Anders als der JSUD-Vorschlag behandelt er die Kandidatensuche aus der Perspektive der parteiinternen Auswahl und nennt mehrere Namen.

ntv: „Nachfolge für Steinmeier: Merkel wünscht sich Frau als neue Bundespräsidentin“ (30.10.2026)

Der Artikel berichtet über den Wunsch nach einer Frau im Bundespräsidentenamt und führt Karin Prien als eine von mehreren in der CDU gehandelten Kandidatinnen auf. Damit bestätigt er ihre Rolle in der laufenden Debatte, setzt den Schwerpunkt aber auf Geschlechterfrage und parteipolitische Auswahl statt auf den konkreten Vorschlag der JSUD.

Gemeinsam ist den Beiträgen die Einordnung Priens als mögliche Kandidatin. Offen bleibt, ob aus dem Vorschlag der JSUD eine parteipolitisch unterstützte Kandidatur entsteht.

Disclaimer...
de | politik | 70437520 |