Nordkorea: HÀrteste Christenverfolgung mit Hilfe aus China / Open Doors veröffentlicht den neuen Weltverfolgungsindex 2025
15.01.2025 - 01:00:00Diese Beobachtungen sind Teil des neuen Weltverfolgungsindex, den das internationale Hilfswerk Open Doors am 15. Januar 2025 veröffentlicht hat. Open Doors setzt sich seit 70 Jahren in mittlerweile ĂŒber 70 LĂ€ndern fĂŒr verfolgte Christen ein.
Die ersten zehn LÀnder der Rangliste - hier werden Christen am hÀrtesten verfolgt:
Das bevölkerungsreichste Land Indien belegt wie im Vorjahr Rang 11, China hat sich von Rang 19 auf 15 verschlechtert.
Nordkorea, China, TĂŒrkei: Autokratische Systeme als Treiber der Verfolgung
Wer in Nordkorea als Christ entdeckt wird, muss um sein Leben fĂŒrchten, mindestens aber mit der Einweisung in eines der berĂŒchtigten Straflager rechnen. Dort sind Folter und missbrĂ€uchliche Gewalt in jeglicher Form an der Tagesordnung, wobei Christen Berichten zufolge oft zusĂ€tzliche HĂ€rten erleiden. Sie gelten wegen ihres Glaubens als Staatsfeinde. Die wenigen erfolgreichen Fluchtversuche aus Nordkorea ĂŒber die Grenze nach China enden hĂ€ufig mit der Deportation der GeflĂŒchteten durch chinesische Grenzbeamte - ein VerstoĂ gegen internationale Verpflichtungen und Menschenrechte. In China geraten Christen immer stĂ€rker unter den Druck des offiziell atheistischen Staates mit seinen strikten ideologischen Vorgaben und engmaschiger Ăberwachung. Die dabei eingesetzte Technik wird auch nach Nordkorea und zahlreiche weitere LĂ€nder exportiert. Die Zeiten, als nichtregistrierte "Hauskirchen" sich in China an öffentlichen Orten wie in Hotels oder BĂŒrogebĂ€uden versammeln konnten - oftmals zu mehreren Hundert - sind vorbei.
Auch die Lage der Christen in der TĂŒrkei hat sich verschlechtert. Unter der Herrschaft von PrĂ€sident Erdogan ist religiöser Nationalismus zu einer prĂ€genden Kraft innerhalb der islamischen Gesellschaft geworden. Christen und christliche Kirchen sind immer wieder verbaler und auch tĂ€tlicher Gewalt ausgesetzt; im aktuellen Berichtszeitraum wurden zwei Christen getötet.
Zeichen der Hoffnung und ein Apell
Markus Rode, der Leiter von Open Doors Deutschland, sieht trotz deutlich zunehmender Verfolgung auch Zeichen der Hoffnung. "Ich bin dankbar, dass Millionen verfolgter Christen ihren Glauben nicht aufgeben oder verleugnen, auch wenn bereits viele Christen in westliche LĂ€nder geflohen sind." Laut Rode finden parallel immer mehr Hindus, Muslime und Buddhisten neue Hoffnung im christlichen Glauben, auch wenn sie deshalb massiv von ihren eigenen Familien, religiösen Extremisten und autokratischen Regierungen verfolgt werden. "Ich wĂŒnschte mir - und hier spreche ich fĂŒr Millionen verfolgter Christen -, dass auch die freie Presse und demokratische Regierungen ihre Stimme fĂŒr sie erheben und auf das Unrecht aufmerksam machen. Das kommt leider noch viel zu selten vor, könnte jedoch wesentlich zu ihrem Schutz beitragen", sagt Rode.
Der Weltverfolgungsindex (WVI) 2025 - Zahlen und HintergrĂŒnde
Der Weltverfolgungsindex listet die 50 LĂ€nder auf, in denen Christen weltweit am hĂ€rtesten wegen ihres Glaubens verfolgt und diskriminiert werden und deckt in seiner aktuellen Ausgabe den Berichtszeitraum vom 1.10.2023 bis zum 30.09.2024 ab. Die deutlichste Verschlechterung ihrer Lage erleiden die Christen im zentralasiatischen Kirgisistan. Zu den gröĂten globalen Herausforderungen fĂŒr Christen zĂ€hlt wie schon im Vorjahr das hohe MaĂ tödlicher Gewalt in weiten Teilen des afrikanischen Kontinents. Die Entwicklung hat sich fortgesetzt und mit dem Tschad auch das zweite Land erfasst, dass neben Kirgisistan neu auf dem Index ist.
Ăber Open Doors
Open Doors setzt sich seit der GrĂŒndung 1955 mittlerweile in ĂŒber 70 LĂ€ndern durch Hilfsprojekte fĂŒr verfolgte Christen ein und untersucht jedes Jahr das AusmaĂ an Gewalt, staatlicher UnterdrĂŒckung sowie gesellschaftlicher und behördlicher Feindseligkeit gegenĂŒber Christen in rund 100 LĂ€ndern. Die Daten dafĂŒr liefern betroffene kirchliche Netzwerke, regionale MenschenrechtsanwĂ€lte, Analysten sowie Experten von Open Doors International. Die Einhaltung der Methodik des Weltverfolgungsindex wird durch das Internationale Institut fĂŒr Religionsfreiheit geprĂŒft und zertifiziert. Alle Informationen zum Weltverfolgungsindex 2025 finden Sie unter www.opendoors.de/weltverfolgungsindex.
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