Evakuierung, SOS-Kinderdorfs

Nach der Evakuierung des SOS-Kinderdorfs Rafah: Kinder im provisorischen Camp in Gaza weiter in Lebensgefahr

21.07.2024 - 04:30:00

Khan Younis - Das Leben der von den SOS-Kinderdörfern betreuten Kinder in Gaza ist weiterhin in höchster Gefahr. Ende Mai war das SOS-Kinderdorf Rafah evakuiert worden, nachdem Bomben in unmittelbarer NÀhe eingeschlagen waren. 34 Kinder und zehn Mitarbeiter:innen sind in ein provisorisches Camp nach Zentral-Gaza gebracht worden. Nun ist es vor wenigen Tagen auch an dem neuen Standort zu Luftangriffen in unmittelbarer NÀhe gekommen. Dutzende Zivilisten sind getötet oder verletzt worden. Die Kinder und Mitarbeitenden der SOS-Kinderdörfer blieben unversehrt.

Herausforderungen im provisorischen Camp

Die neue Lebenssituation ist fĂŒr alle Bewohner:innen eine große Umstellung. In den ersten Tagen hatte es kein Wasser und keine Toiletten gegeben. Weitere Herausforderungen waren neben der andauernden Gefahrensituation das Leben auf engstem Raum und der geringe Platz fĂŒr die Kinder zum Spielen.

Massive Auswirkungen auf die Kinder

Der Krieg und die damit verbundenen Verluste, VerĂ€nderungen und Ängste haben nach Aussagen von Reem Alreqeb, vorĂŒbergehende Leiterin des SOS-Kinderdorfs, massive Auswirkungen auf die Kinder. Sie sagt: "Wir tun alles in unserer Macht Stehende, um sie zu unterstĂŒtzen: sowohl physisch mit Nahrung und Kleidung, als auch psychisch mit gezielten GesprĂ€chen und AktivitĂ€ten. Sie sollen so oft wie möglich schöne Momente erleben - trotz der grausamen Kriegssituation."

Platz fĂŒr weitere Kinder in Not

Mittlerweile sei - auch mithilfe anderer Hilfsorganisationen - der durchgĂ€ngige Zugang zu Wasser, Lebensmitteln und sanitĂ€ren Anlagen im Camp sichergestellt. Außerdem konnten bereits fĂŒnf Wohnwagen bezugsfertig gemacht werden; fĂŒnf weitere sind in Arbeit. Vor allem fĂŒr die Babys sei es immens wichtig, mehr StabilitĂ€t und Sicherheit zu finden.

Alle Mitarbeiter:innen der SOS-Kinderdörfer haben ein Nothilfe-Training durchlaufen. Inzwischen hat die Hilfsorganisation auch wieder damit begonnen, Familien in den nahegelegenen Gemeinden psychologisch zu unterstĂŒtzen und in Kooperation mit UNICEF elternlosen Kindern zu helfen. "Wir konnten bereits zusĂ€tzliche Kinder aufnehmen und haben Platz fĂŒr weitere Kinder in Not", sagt Alreqeb. Außerdem konnten die Familien von drei unbegleiteten Kindern ausfindig und die ZusammenfĂŒhrung möglich gemacht werden.

"Wir machen das Bestmögliche aus der Situation, und ich war sehr berĂŒhrt, zu sehen, wie alle mit anpacken. Viele der Jugendlichen helfen uns zum Beispiel bei der Besorgung und Verteilung von Nahrung oder Kleidung", erzĂ€hlt Alreqeb. Der Zusammenhalt ist wichtig, um inmitten des Krieges Kraft zu schöpfen.

Helfen Sie den Menschen in Gaza

Die SOS-Kinderdörfer hatten bereits am 11. MÀrz 68 Kinder und elf Betreuende aus Rafah nach Bethlehem umgesiedelt, um ihre Sicherheit zu gewÀhrleisten.

Mit Nachdruck setzt sich die Kinderhilfsorganisation fĂŒr ein sofortigen Ende des bewaffneten Konflikts im Gaza-Streifen ein und ruft dazu auf, diese Petition zu unterzeichnen: https://www.sos-kinderdoerfer.de/petition-gaza

Unter folgenden links finden Sie außerdem Kurzfilme zu

FĂŒr weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
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