LebensmittelvorrÀte der SOS-Kinderdörfer in Gaza sind aufgebraucht / Hilfsorganisation nun selbst auf Essensausgaben angewiesen
25.07.2025 - 09:45:30Die humanitĂ€re Situation in Gaza verschlechtere sich tĂ€glich. "Die Situation ist untragbar. Immer mehr Menschen sterben auf der StraĂe an Hunger und Krankheiten. Die UnterernĂ€hrung nimmt zu, insbesondere bei SĂ€uglingen und schwangeren Frauen. Der Zugang zu sauberem Wasser ist ein tĂ€glicher Kampf, die medizinische Versorgung kaum noch vorhanden", sagt die Mitarbeiterin (Name aus SicherheitsgrĂŒnden nicht genannt). Das Team tue alles, um den betreuten Kindern ein StĂŒck NormalitĂ€t zu bieten und sie psychologisch zu stĂ€rken. "Wir versuchen, die Tage zu strukturieren, machen Spielangebote, erzĂ€hlen Geschichten, bieten psychologische Hilfe an und ermutigen sie, ihre GefĂŒhle auszudrĂŒcken. Trotz der traumatischen UmstĂ€nde sind die Kinder erstaunlich widerstandsfĂ€hig. Aber WiderstandsfĂ€higkeit alleine reicht nicht zum Ăberleben", sagt die Mitarbeiterin.
Feier zum ersten Geburtstag inmitten von Angst und Vertreibung / "Liebe und FĂŒrsorge immer noch vorhanden"
Inmitten von Vertreibung, Angst und Sorge habe man dieser Tage im Lager den ersten Geburtstag eines kleinen Jungen gefeiert, der im letzten Jahr von den SOS-Kinderdörfern aufgenommen wurde, nachdem seine Mutter getötet worden war. Da war das Baby gerade einen Tag alt. Der Junge sei damals sehr klein und still gewesen. Trotz allem habe er sich gut entwickelt. "Das bescheidene Fest war einer der seltenen Momente, die ein bisschen Licht in das Leben der Kinder und Mitarbeitenden bringen. Sie erinnern uns daran, dass das Leben weitergehen muss und Liebe und FĂŒrsorge immer noch vorhanden sind."
SOS-Kinderdörfer fordern sofortige und bedingungslose Einfuhr von Lebensmitteln
Die SOS-Kinderdörfer rufen die internationale Gemeinschaft dringend dazu auf, zu handeln und sich fĂŒr eine sofortige und bedingungslose Einfuhr von Lebensmitteln nach Gaza einzusetzen. Die Mitarbeiterin sagt: "Keines der Kinder in Gaza ist verantwortlich fĂŒr das, was geschieht. Sie auf diese Weise zu bestrafen, ist zutiefst unmenschlich. Kinder sollten niemals hungrig schlafen gehen. Und niemals sollten wir zulassen, dass Kinder verhungern!"
FĂŒr weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
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