SOS-Kinderdörfer warnen: Sudan droht 2026 weiter abzustĂŒrzen / Hunger, Flucht und Gewalt rauben Kindern die Zukunft
12.02.2026 - 08:59:46Seit fast drei Jahren liefern sich die sudanesische Armee unter General Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz unter Mohamed Hamdan Dagalo (Hemeti) einen erbitterten Machtkampf. Die Zivilbevölkerung zahlt den Preis dieses Konflikts - staatliche Strukturen sind weitgehend kollabiert, ganze Regionen von Versorgung abgeschnitten.
"Die EinschĂ€tzung internationaler Krisenanalysen bestĂ€tigt, was unsere Kolleginnen und Kollegen tĂ€glich erleben", sagt Boris Breyer, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit. "Sie berichten von permanenter Angst und Entbehrung. Kinder wachsen inmitten von Hunger, Gewalt und Unsicherheit auf. FĂŒr viele von ihnen sind die SchĂ€den bereits irreversibel, körperlich wie seelisch. Jahre von Hunger, Gewalt und Flucht hinterlassen Spuren, die sich nicht einfach ausgleichen lassen. Jetzt geht es darum zu verhindern, dass dieser Konflikt noch mehr Kindheiten dauerhaft zerstört."
Millionen sind von akuter MangelernĂ€hrung betroffen, viele leben nach wiederholter Flucht in ĂŒberfĂŒllten UnterkĂŒnften ohne ausreichenden Zugang zu sauberem Wasser, Gesundheitsversorgung oder Schutz. Schulen bleiben geschlossen oder wurden zerstört, ganze Bildungsjahre gehen verloren. "Kinder sind Gewalt und tiefgreifenden Traumata ausgesetzt. Trotz ihrer bemerkenswerten Resilienz können sie diese Krise nicht allein bewĂ€ltigen", sagt Limia Ahmed, stellvertretende Leiterin der SOS-Kinderdörfer im Sudan. "Ohne Zugang zu Nahrung, Sicherheit, psychosozialer UnterstĂŒtzung und Bildung bleiben ihre Zukunftschancen massiv gefĂ€hrdet."
Ahmed sagt: "Das Verheerendste ist, dass wir gerade erleben, wie Kindern systematisch ihre Zukunft genommen wird". "Wenn sie jahrelang ohne Bildung aufwachsen oder mangelernĂ€hrt bleiben, sind die SchĂ€den oft dauerhaft - fĂŒr sie selbst und fĂŒr die Zukunft des Landes."
Trotz der dramatischen Lage setzen die SOS-Kinderdörfer ihre Arbeit unter schwierigsten Bedingungen fort. Kinder in der Obhut der Organisation erhalten weiterhin familiennahe Betreuung, Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und psychosozialer UnterstĂŒtzung. DarĂŒber hinaus unterstĂŒtzen die SOS-Kinderdörfer besonders gefĂ€hrdete Familien mit Nahrungsmitteln, Schutzangeboten und Programmen, die verhindern sollen, dass Kinder von ihren Familien getrennt werden.
Doch humanitĂ€re Hilfe allein reicht nicht aus. "Kinder mĂŒssen ins Zentrum der internationalen Reaktion rĂŒcken", fordert Boris Breyer. "ErnĂ€hrung, Bildung und psychosoziale UnterstĂŒtzung sind keine Zusatzleistungen, sie sind lebensrettend. Gleichzeitig braucht es dringend sicheren und ungehinderten humanitĂ€ren Zugang sowie politische Anstrengungen fĂŒr einen sofortigen Waffenstillstand."
Die internationale Gemeinschaft dĂŒrfe nicht zulassen, dass das Leid sudanesischer Kinder zur NormalitĂ€t werde. "Resilienz allein reicht nicht", so Breyer. "Sudanesische Kinder haben Mut und StĂ€rke bewiesen. Was ihnen fehlt, sind Schutz, Perspektiven und verlĂ€ssliche UnterstĂŒtzung. Jede Verzögerung vertieft den Schaden fĂŒr eine ganze Generation."
Pressekontakt:
FĂŒr weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: [email protected]
www.sos-kinderdoerfer.de
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