BSR Cultural Pearls: Wie Kultur soziale Resilienz in der Ostseeregion stÀrken kann
31.01.2025 - 16:30:00Der Ostseeraum ist ein einzigartiges Gebiet von ökologischer und kultureller Vielfalt. Insgesamt acht Staaten der EuropÀischen Union grenzen an das atlantische Binnenmeer im Norden des Kontinents. Mehr als 80 Millionen Menschen leben in dieser Region. Nicht immer haben die StÀdte und Gemeinden hier ausreichende Mittel, um kulturelle Projekte aus der Taufe zu heben und umzusetzen. Dabei kann die Wirkung auch kleiner Impulse enorm sein. Hier setzt das Projekt BSR Cultural Pearls an. Es zeichnet kleinere StÀdte und Gemeinden in der Ostseeregion aus, die durch Kultur und KreativitÀt soziale Resilienz fördern.
Felix Schartner Giertta, Projektkoordinator BSR Cultural Pearls beim Council of the Baltic Sea States Secretariat, erklÀrt: "Soziale Resilienz ist wichtig, weil Gemeinschaften in der Ostseeregion mit Herausforderungen wie geopolitischer Unsicherheit, Klimawandel und wirtschaftlichem Druck konfrontiert sind. Kleinere StÀdte kÀmpfen zusÀtzlich mit alternden Bevölkerungen, Abwanderung und begrenzten Möglichkeiten. Starke, anpassungsfÀhige Gemeinschaften helfen, diese Herausforderungen gemeinsam zu bewÀltigen und die Region inklusiver, nachhaltiger und zukunftsfÀhiger zu machen."
Das Projekt setzt auf Kooperation und ermutigt lokale EntscheidungstrĂ€ger, eng mit BĂŒrgern und dem Kultursektor zusammenzuarbeiten.
Wie erfolgreich das sein kann, zeigt ein Besuch in Kiel. An einem regenverhangenen und trĂŒben Tag wirkt das riesige Graffiti an der Hauswand eines Spielplatzes wie ein Akku fĂŒr Augen und Seele. Auf knapp 100 Quadratmetern fĂŒgen sich maritime Motive zu einem Gesamtbild zusammen, das an eine Mischung aus Fluch der Karibik und einer comichaften Darstellung aller tierischen Bewohner der nahen Ostsee erinnert. Das Bild am Spielplatz LerchenstraĂe ist ein Gemeinschaftsprojekt von ortsbekannten GraffitikĂŒnstlern und dem Verein Trauernde Kinder Schleswig-Holstein.
Im Theater der Stadt zwei Ecken weiter ĂŒbt zeitgleich ein kleines Ensemble zusammen mit Kindern die AuffĂŒhrung des StĂŒcks "Nixe Kieliane sucht die Ostseeperle". Kinder einer 3. Klasse komponierten in einer Projektwoche den Klang des Meeres, woraus die mobile Oper entstand. Thomas Dorsch, Komponist der Kinderoper, erklĂ€rt: "Man hat relativ wenig Vorbildung, aber dafĂŒr eine unglaubliche Offenheit der Kinder. Und dann arbeitet man mit den Kindern wirklich auf den verschiedensten Bewegungsfeldern."
Neben der UnterstĂŒtzung teilnehmender StĂ€dte schafft das durch die EU kofinanzierte Projekt (Interreg) ein dauerhaftes Netzwerk, das lokale wie internationale Sichtbarkeit schafft und die Region widerstandsfĂ€higer macht und dabei LebensqualitĂ€t, ZugehörigkeitsgefĂŒhl und Vertrauen stĂ€rkt.
Annette Wiese-Krukowska, Referatsleiterin fĂŒr Kultur und Kreative Stadt der PreistrĂ€gerstadt Kiel, betont: "Kiel hat durch dieses Projekt einmal wirklich dieses Thema Kultur und sozialer Zusammenhalt unter ein Brennglas genommen. Und sehr schön zeigen können, wie wichtig das ist, gerade in diesen Zeiten und wie es auch einzahlt auf demokratisches Denken und Handeln. Und das wird sich weiter durchtragen."
Projektbeschreibung:
Die KohĂ€sionspolitik hat klare Ziele fĂŒr den Förderzeitraum 2021-2027 definiert: Ein durch Innovation intelligentes Europa, ein grĂŒneres, CO2-emissionsarmes Europa, ein stĂ€rker vernetztes Europa, ein sozialeres Europa und ein bĂŒrgernĂ€heres Europa. Nachhaltige Herausforderungen rĂŒcken in den Fokus der Gesellschaft, insbesondere in Deutschland und seinen NachbarlĂ€ndern. Im Rahmen des Projekts "EU4regions" werden hochwertige multimediale und journalistische Informationen zur KohĂ€sionspolitik produziert und anschlieĂend breit gestreut. Innerhalb von 12 Monaten wird ĂŒber Interreg-Projekte aus West- und Ostdeutschland und den NachbarlĂ€ndern/-regionen berichtet, um lokale Herausforderungen aufzuzeigen. Die betroffenen LĂ€nder sind Polen, die Tschechische Republik, Ăsterreich, die Schweiz, Frankreich, die Niederlande und DĂ€nemark. Unser thematischer Schwerpunkt ist die Nachhaltigkeit, wobei wir Nachhaltigkeit als Ganzes verstehen. Obwohl Klimafragen im Mittelpunkt stehen, werden sie durch wirtschaftliche und soziale Aspekte ergĂ€nzt. Ziel ist es, zu zeigen, wie sich die EU-KohĂ€sionspolitik auf Regionen und Menschen auswirkt.
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