Kinder mit niedrigem Sozialstatus hÀufiger einsam
27.07.2023 - 07:21:54 | dpa.de
Einsamkeit, Erschöpfung und Schlafprobleme sind nach einer neuen Studie unter Schulkindern mit niedrigem sozialen Status weiter verbreitet als aus besser gestellten Familien. Demnach fĂŒhlen sich 32 Prozent der SchĂŒlerinnen und SchĂŒler oft allein und ausgeschlossen, wie aus dem neuen DAK-PrĂ€ventionsradar hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Bei den Kindern, die ihren Sozialstatus als niedrig einstufen, waren dies sogar 50 Prozent. FĂŒr die Studie, die heute in Berlin vorgestellt werden soll, wurden laut DAK nach Abebben der Corona-Pandemie im Schuljahr 2022/2023 mehr als 14.000 Jungen und MĂ€dchen der Klassen 5 bis 10 in insgesamt 14 BundeslĂ€ndern befragt.
DAK-Chef Andreas Storm sagte der dpa: «Wir wissen seit Jahren, wie bestimmend die soziale Herkunft fĂŒr den Bildungserfolg ist.» Die Studie zeige, dass auch Chancen auf eine gute Gesundheit ungerecht verteilt seien.
62 Prozent der Befragten gaben an, dass sie einen guten oder sehr guten Schlaf haben. Bei denjenigen, die ihren sozialen Status als niedrig einstuften, waren es nur 47 Prozent. Die Studienautoren fĂŒhren dies nicht zuletzt auf eine höhere Bildschirmzeit bei Kindern mit subjektiv niedrigem sozialen Status zurĂŒck. Mindestens einmal pro Woche erschöpft fĂŒhlen sich demnach 53 Prozent der Kinder insgesamt. Unter den Kindern mit subjektiv niedrigem sozialen Status sind es sogar 63 Prozent. Ein Jahr zuvor, wĂ€hrend der Corona-Pandemie, fĂŒhlten sich noch 58 Prozent insgesamt regelmĂ€Ăig erschöpft und 69 Prozent der Kinder mit niedrigem Sozialstatus.
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