Bundesjustizministerin, Altersgrenze

Bundesjustizministerin: Klare Altersgrenze fĂŒr Social Media

08.06.2025 - 12:12:05 | dpa.de

Kinder und Jugendliche sollen im Netz nicht mit verstörenden Darstellungen konfrontiert werden. Doch Eltern wissen, dass das viel zu hÀufig geschieht. Das Thema beschÀftigt auch Politikerinnen.

  • Jugendliche verbringen oft tĂ€glich mehrere Stunden mit dem Smartphone in der Hand. (Symbolbid) - Foto: Marijan Murat/dpa
  • Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) war vor ihrem Amtsantritt Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz. - Foto: Robert Michael/dpa
Jugendliche verbringen oft tÀglich mehrere Stunden mit dem Smartphone in der Hand. (Symbolbid) - Foto: Marijan Murat/dpa Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) war vor ihrem Amtsantritt Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz. - Foto: Robert Michael/dpa

Klare Regeln fĂŒr die Nutzung von Social Media sind aus Sicht von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig wichtig fĂŒr ein Aufwachsen ohne Stress und Mobbing. «Kinder und Jugendliche brauchen Schutz statt Selbstdarstellungsdruck», sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. 

Eine klare und vor allem wirksame Altersgrenze fĂŒr die Nutzung sozialer Medien schĂŒtze Kinder in ihrer PrivatsphĂ€re und fördere zudem eine gesunde Entwicklung. Eine Erleichterung wĂ€re das nach EinschĂ€tzung der Ministerin auch fĂŒr Eltern, die dann nicht mehr Tag fĂŒr Tag mit ihren Kindern ĂŒber deren AktivitĂ€ten auf Social Media diskutieren mĂŒssten.

Erste Erfahrungen – auch in anderen LĂ€ndern – deuteten darauf hin, dass sich eine solche EinschrĂ€nkung positiv auf Kinder und Jugendliche in Schulen auswirke. Dort gebe es dann «weniger Mobbing, mehr Konzentration, sozialeres Miteinander».

Expertenkommission im Koalitionsvertrag vereinbart

CDU, CSU und SPD hĂ€tten im Koalitionsvertrag vereinbart, eine Expertenkommission einzusetzen, um die Auswirkungen digitaler Medien auf Kinder und Jugendliche zu untersuchen. Hubig sagte, sie unterstĂŒtze Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) in ihrem Bestreben, hier schnell voranzukommen. Prien hatte sich zuletzt mehrfach fĂŒr eine gesetzlich verankerte Altersverifikation ausgesprochen.

In mehreren europĂ€ischen Staaten gibt es bereits Handyverbote an Grundschulen, wobei die Regeln sehr unterschiedlich sind. Das Thema einer effektiveren ÜberprĂŒfung des Alters von Nutzerinnen und Nutzern sozialer Medien wird aktuell auch auf EU-Ebene diskutiert.

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