HĂ€lfte, BundesbĂŒrger

HĂ€lfte der BundesbĂŒrger fĂŒr HaushaltskĂŒrzungen

29.11.2023 - 01:00:00

Knapp die HĂ€lfte der BundesbĂŒrger (43 Prozent) plĂ€diert dafĂŒr, die LĂŒcke im Haushalt hauptsĂ€chlich durch KĂŒrzungen statt durch neue Schulden oder höhere Steuern zu schließen.

Das ist das Ergebnis einer Online-Befragung von 2.007 Personen des Instituts Insa Consulere fĂŒr das Kemb-Forum, ĂŒber die die "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" (Mittwochausgabe) berichtet. 17 Prozent der Befragten sprachen sich hauptsĂ€chlich fĂŒr Schuldenaufnahme aus, neun Prozent fĂŒr Steuererhöhungen.

Zwölf Prozent wollen die LĂŒcke mit anderen Maßnahmen schließen, 19 Prozent haben keine Meinung. Mehr als die HĂ€lfte derjenigen, die fĂŒr KĂŒrzungen plĂ€dieren, will allerdings nicht beim Klimaschutz sparen. Es sei "bemerkenswert", dass sich etwa ein Viertel aller Befragten fĂŒr AusgabenkĂŒrzungen in anderen Bereichen als dem Klimaschutz aussprechen, sagte Kemb-Forum-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Thilo Boss der "NOZ". Das sei "ein deutliches Votum fĂŒr eine Priorisierung der Klimapolitik". Bei der Umfrage wurde auch nach der ParteiprĂ€ferenz gefragt. Demnach sind 37 Prozent der FDP-WĂ€hler und 41 Prozent der AfD-WĂ€hler dafĂŒr, nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts die Milliarden-LĂŒcke im Etat durch Verzicht auf die Förderung von Klimaauflagen und Klimaprojekten zu stopfen. Die FDP-Werte stĂŒnden "im Widerspruch zur Kanzlerpartei SPD und den GrĂŒnen, die mehrheitlich höhere Schulden prĂ€ferieren", sagte Boss. Es drohe "eine Zerreißprobe in der Ampel-Koalition". Bei SPD und GrĂŒnen prĂ€ferierten jeweils 32 Prozent hauptsĂ€chlich die Aufnahme von zusĂ€tzlichen Schulden. Auch mit Blick auf Steuererhöhungen zeigte sich eine große Kluft bei AnhĂ€ngern der Ampel-Parteien: Vier Prozent der FDP-WĂ€hler sprachen sich dafĂŒr aus, die Löcher hauptsĂ€chlich durch höhere Steuern zu fĂŒllen. Bei den SPD-AnhĂ€ngern waren es zwölf Prozent und bei den GrĂŒnen-AnhĂ€ngern 23 Prozent.

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