Schwerer WaffentrÀger Infanterie löst Wiesel ab: Beschaffungsvertrag mit Australien unterzeichnet
21.03.2024 - 10:58:13Zur Lieferung der gepanzerten Fahrzeuge wird Australien einen entsprechenden Produktionsvertrag mit dem Hersteller Rheinmetall Defence Australia (RDA) abschlieĂen. Die Boxer-Fahrzeuge sWaTrg Inf werden von RDA unter Nutzung der ProduktionskapazitĂ€ten am "Military Vehicle Centre of Excellence" in Redbank, Queensland, hergestellt.
Einen weiteren UnterstĂŒtzungsvertrag wird zwischen dem Beschaffungsamt der Bundeswehr und Rheinmetall Landsysteme (RLS) geschlossen, der zur UnterstĂŒtzung in der Nutzung dient und eine VerfĂŒgbarkeitsgarantie beinhaltet.
Das Vertragswerk fĂŒr den schweren WaffentrĂ€ger wird eingerahmt durch einen Vier-Parteien-Vertrag, der verschiedene Themen zwischen allen Beteiligten regelt, darunter auch die GewĂ€hrleistung. Finanziert wird das Vorhaben aus dem Sondervermögen Bundeswehr.
Diese Initiative verkörpert das beeindruckende Niveau der Zusammenarbeit und Innovation mit der australischen Regierung als engem Sicherheitspartner. Der Government-to-Government-Vertrag ermöglicht Deutschland die schnellstmögliche Beschaffung von marktverfĂŒgbarem Material bei voller ForderungserfĂŒllung zum Einstieg in die Mittleren KrĂ€fte des Heeres.
Das Vorhaben wird auf Basis der australischen Boxer-Variante "Combat Reconnaissance Vehicle - RECON II" realisiert, die dort im eigenen Projekt "LAND 400 Phase 2" entwickelt wurde. Dieses System besteht aus einem Boxer-Fahrmodul und einem spezifischen Missionsmodul mit bemanntem Turm. Die Grundkonfiguration des Fahrzeugs ermöglicht die kurzfristige Bereitstellung einer weiteren Variante in der BOXER Produktfamilie und die mittelfristige Versorgung ĂŒber das bestehende logistische System der Bundeswehr. ZusĂ€tzliche Ausbildungen können auĂerdem deutlich reduziert werden. Gleichzeitig gewĂ€hrleistet der Kauf marktverfĂŒgbarer Fahrzeuge in Australien die schnellstmögliche AusrĂŒstung der Mittleren KrĂ€fte des Heeres.
Der Radpanzer dient, als Nachfolgesystem des WaffentrĂ€gers Wiesel 1, der direkten taktischen FeuerunterstĂŒtzung und weitreichenden Panzerabwehr fĂŒr die InfanterieverbĂ€nde der Bundeswehr.
Er vereint die FĂ€higkeiten von bisher zwei Wiesel 1-Varianten sowie der zum Munitionstransport eingesetzten Zusatzfahrzeuge in einer Plattform und stellt einen idealen Mix aus hoher VerfĂŒgbarkeit, Schutz und ModularitĂ€t dar. Das Waffensystem ermöglicht zudem kurzfristig von anderen Nationen unabhĂ€ngige Schritte in Richtung Mittlerer KrĂ€fte und damit die mittelfristig dringend gebotene InteroperabilitĂ€t mit VerbĂŒndeten.
Ein erstes Referenzfahrzeug soll noch in diesem Halbjahr zu Nachweiszwecken zur VerfĂŒgung stehen. Insgesamt werden 123 schwere WaffentrĂ€ger an Deutschland geliefert. Die ersten 19 Serienfahrzeuge werden ab 2025 erwartet. Bis 2030 sollen die restlichen 103 Fahrzeuge zulaufen.
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