Bundeswehrzentralkrankenhaus, Katholisches

Bundeswehrzentralkrankenhaus und Katholisches Klinikum Koblenz-Montabaur intensivieren Zusammenarbeit zum Wohle der Patienten in der Region

17.12.2024 - 15:20:50

Koblenz - Das Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz (BwZKrhs) und das Katholische Klinikum Koblenz-Montabaur (KKM) werden ihre gute und erfolgreiche Zusammenarbeit in der Patientenversorgung zukĂŒnftig deutlich ausweiten. "Beide Einrichtungen kooperieren bereits seit vielen Jahren in unterschiedlichsten Bereichen, wie zum Beispiel in der Ausbildung von medizinischem Fachpersonal oder dem gemeinsam zertifizierten Kopf-Hals-Tumorzentrum. Dieses erfolgreiche Miteinander möchten wir verstetigen und auf andere medizinische Bereiche ausdehnen", erlĂ€utert JĂ©rĂŽme Korn-Fourcade, Regionalleiter fĂŒr die Einrichtungen der BBT-Gruppe im nördlichen Rheinland-Pfalz.

"Mit dem heute unterzeichneten Letter of Intent (LoI) bringen wir die jeweiligen StĂ€rken der beiden KrankenhĂ€user in den Bereichen Lungenheilkunde, Herz- und GefĂ€ĂŸmedizin und in der Versorgung von neurovaskulĂ€ren Erkrankungen wie SchlaganfĂ€llen gezielt zueinander. Dies ergibt auch mit Blick auf die zukĂŒnftigen gesetzlichen Rahmenbedingungen durch das Krankenhausversorgungs-Verbesserungsgesetz (KHVVG) Sinn. Die Patientinnen und Patienten werden vor allem bei schweren und komplexen Erkrankungen dort versorgt, wo die meiste Expertise ist und wir vermeiden die Vorhaltung von Doppelstrukturen", konkretisiert Annette Schaade, die kaufmĂ€nnische Direktorin des KKM.

"Kooperationen im Gesundheitssystem und in KrankenhĂ€usern sind fĂŒr den Ernstfall einer Landes- und BĂŒndnisverteidigung von unschĂ€tzbarem Wert. Diese mĂŒssen bereits im Frieden etabliert werden. Dabei sind eine enge Zusammenarbeit, der Austausch von Ressourcen und Fachwissen sowie eingespielte Prozesse von entscheidender Bedeutung. Im Ernstfall können wir somit schneller, effizienter und mit mehr Expertise auf die BedĂŒrfnisse der Verwundeten und Verletzten reagieren", so Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann, Befehlshaber des Zentralen SanitĂ€tsdienstes der Bundeswehr.

Die drei gemeinsam geplanten medizinischen Zentren sind auch ein Signal fĂŒr eine noch bessere Vernetzung der Gesundheitsversorgung in der Region insgesamt. "Unser Ziel ist es, Ă€hnlich wie beim Medizincampus Koblenz, auch andere Kliniken in der Region mit einzubinden und die großen Herausforderungen vor die uns die aktuellen Rahmenbedingungen stellen gemeinsam, im Sinne einer guten und abgestimmten Patientenversorgung anzugehen. Hierzu gibt es mit Blick auf die zukĂŒnftige Zuteilung von sogenannten Leistungsgruppen auch konstruktive GesprĂ€che mit anderen KrankenhaustrĂ€gern", ergĂ€nzt JĂ©rĂŽme Korn-Fourcade.

Der Kommandeur und Ă€rztliche Direktor des Bundeswehrzentralkrankenhauses sieht darĂŒber hinaus Vorteile fĂŒr die Ausbildung des Personals sowohl auf ziviler als auf militĂ€rischer Seite: "Wir können hier auf bereits existierenden Pfaden der Kooperationen mit unseren Partnern in Koblenz weiter aufbauen. Durch die enge Zusammenarbeit mit zivilen Einrichtungen und anderen militĂ€rischen Institutionen schaffen wir ein einzigartiges Umfeld, das unserem Personal und unseren Auszubildenden eine sehr breite, immer praxisorientierte Erfahrung bietet. Diese Synergien fördern nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern stĂ€rken auch die interdisziplinĂ€re Zusammenarbeit und die FĂ€higkeit, in komplexen und oft stressigen Situationen schnell und effektiv zu handeln - sowohl im Friedensbetrieb als auch im Einsatz."

Im Jahr 2025 sollen in einem ersten Schritt die medizinischen Konzeptionen fĂŒr ein Herz- und GefĂ€ĂŸzentrum, ein neurovaskulĂ€res Zentrum und das gemeinsame Lungenzentrum fertiggestellt werden. Parallel dazu werden, aufsetzend auf den Letter of Intent, entsprechende KooperationsvertrĂ€ge erarbeitet. Die beiden Konvergenzjahre 2025 und 2026 sollen bestmöglich genutzt werden, um fĂŒr die Vorgaben aus dem Krankenhausversorgungs-Verbesserungsgesetz ab dem Jahr 2027 bestmöglich vorbereitet zu sein.

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