Senatorin, Flug-VerspÀtungen

Senatorin: Flug-VerspÀtungen wegen Krieg und Schlechtwetter

19.01.2025 - 14:30:57

Krieg in der Ukraine und Schlechtwetter fĂŒhren nach Aussage von Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard zu VerspĂ€tungen in der Luftfahrt.

"Der Luftraum in Europa wird durch den Krieg in der Ukraine enger, weil bestimmte Gebiete umflogen werden mĂŒssen", sagte die SPD-Politikerin wĂ€hrend eines Besuchs der Deutschen Flugsicherung in Hamburg.

Zunehmende Schlechtwetterlagen verkĂŒrzten Zeitfenster, in denen geflogen werden könne, sagten Leonhard. Auf verbliebenen Flugstrecken gebe es mehr Verkehr. Diese VerĂ€nderungen begĂŒnstigten VerspĂ€tungen, weil Flugzeuge reihenweise abgearbeitet werden mĂŒssten.

Nach einem Bericht des "Hamburger Abendblatts", das sich auf Zahlen des Fluggastrechteportals Airhelp bezieht, lag die VerspÀtungs- und Ausfallquote am Hamburger Flughafen im vergangenen Jahr bei 32 Prozent.

Senatorin: Ordnungswidrigkeit ahnden, Zeiten beibehalten

Zwischen 23.00 und 6.00 Uhr gilt am Flughafen eine NachtflugbeschrĂ€nkung. Bis Mitternacht dĂŒrfen Flugzeuge starten und landen, wenn die VerspĂ€tung nachweislich unvermeidbar ist. Sofern sich eine VerspĂ€tung als vermeidbar herausstellt, kann dies nach Auffassung der Wirtschaftsbehörde als Ordnungswidrigkeit bestraft werden.

Leonhard spricht sich dafĂŒr aus, Ordnungswidrigkeiten mit einem Bußgeld zu ahnden. FĂŒr die Kontrolle der NachtflugbeschrĂ€nkungen ist die FluglĂ€rmschutzbeauftragte in der Umweltbehörde zustĂ€ndig.

Eine Ausweitung der NachtflugbeschrĂ€nkung lehnt Leonhard ab. "Ich fĂ€nde es falsch, die Betriebszeiten anzufassen und weiter einzuschrĂ€nken." Eine gute Erreichbarkeit der Stadt mĂŒsse gewahrt werden, weil das ein Standortfaktor sei. Hamburg solle Metropole bleiben.

@ dpa.de