Störung nach Start von privater US-Mondmission
08.01.2024 - 18:28:43ZunÀchst habe der Start wie geplant geklappt und die Systeme hÀtten wie erwartet funktioniert, teilte das Unternehmen Astrobotic aus Pittsburgh am Montag mit. "Leider gab es dann eine Störung, die verhindert hat, dass "Astrobotic" eine stabile, der Sonne zugewandte Position einnehmen konnte."
Ersten Untersuchungen zufolge liege das wahrscheinlich an einer Störung beim Antrieb, hieà es kurz darauf. Wenn sich das bestÀtigen sollte, sei auch die geplante sanfte Landung auf dem Mond gefÀhrdet. Zudem erreiche die Ladung der Batterie inzwischen ein niedriges Niveau. Das Team reagiere auf die Situation und werde weitere Informationen weitergeben, sobald diese vorlÀgen, hieà es weiter.
Der Lander "Peregrine" war am Montagmorgen an Bord einer Rakete vom Typ "Vulcan Centaur" des Herstellers ULA vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet. Die Kapsel sollte eigentlich Ende Februar auf dem Erdtrabanten in einem Gebiet mit dem Namen Sinus Viscositatis (Bucht der Klebrigkeit) landen und die erste - unbemannte - US-Mondlandung seit der Apollo-Mission vor ĂŒber 50 Jahren perfekt machen.
Im April 2023 war eine japanische Firma bei einer Àhnlichen Mission gescheitert, als Grund gab das Unternehmen Ispace eine fehlerhafte Höhenberechnung des Landers beim Landeversuch an.
Bei der "Peregrine Mission 1" konnten Privatpersonen sich Raum fĂŒr den Transport von Material zum Mond in dem Lander kaufen, der 1,9 Meter hoch ist und einen Durchmesser von 2,5 Metern hat. Auch die US-Weltraumbehörde Nasa will mit mehreren GerĂ€ten auf der Reise ihre eigenen Expeditionen zum Begleiter der Erde vorbereiten. Die Nasa möchte bei der Mission unter anderem die MondexosphĂ€re untersuchen. Zudem sollen thermische Eigenschaften und der Wasserstoffgehalt des Materials auf der MondoberflĂ€che (Regolith) erkundet werden.

