Sicherheitsexpertinnen halten Zeitenwende-Politik fĂŒr defizitĂ€r
11.10.2024 - 06:30:23 | dts-nachrichtenagentur.deDoch je lĂ€nger der Krieg gegen die Ukraine andauerte, ohne dass Russland in gröĂerem MaĂe weiteres Territorium erobern konnte, desto stĂ€rker sei in Berlin das Bewusstsein fĂŒr die Dringlichkeit der Reformen geschwunden - oder sogar fĂŒr deren Notwendigkeit, so die MilitĂ€rexpertinnen. Die Zeitenwende sei zu einem Projekt unter vielen geworden, das möglichst unbemerkt vom BĂŒrger und ohne gröĂere EinbuĂen habe umgesetzt werden sollen. "Zu einer signifikanten Erhöhung des regulĂ€ren Verteidigungshaushalts, die die Transformation der Bundeswehr zur schlagkrĂ€ftigen Armee erst nachhaltig machen wĂŒrde, konnte sich die Regierung bei den Haushaltsverhandlungen bis jetzt nicht durchringen", schreiben Puglierin und Major. Die Erhöhung der Verteidigungsausgaben speise sich aus dem Sondervermögen, das 2028 ausgegeben sein werde. "Wie oder ob die sicherheitspolitische Zeitenwende dann weiter finanziert werden soll, ist unklar. Viele in der Bundeswehr befĂŒrchten mittlerweile, dass die Zeitenwende schon wieder abgesagt wurde, bevor sie bei der Truppe ĂŒberhaupt ankommen konnte", so die Expertinnen. Jana Puglierin ist Leiterin des Think-Tanks European Council on Foreign Relations (ECFR) in Berlin; Claudia Major ist Forschungsgruppenleiterin fĂŒr Sicherheitspolitik der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin.
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