GrĂŒne, LĂ€nder

GrĂŒne kritisieren LĂ€nder nach Taten von Magdeburg und Aschaffenburg

09.02.2025 - 17:10:40

Kurz vor der Sondersitzung des Innenausschusses am Montag haben die GrĂŒnen den zustĂ€ndigen BundeslĂ€ndern mangelnde AufklĂ€rung der Taten von Aschaffenburg und Magdeburg vorgeworfen.

"In den letzten Wochen haben wir erlebt, dass die dringend notwendige SachaufklĂ€rung der schrecklichen Taten von Magdeburg und Aschaffenburg nicht mit der dringend notwendigen Entschlossenheit betrieben wurde", sagte GrĂŒnen-Innenexperte Konstantin von Notz der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). "Sowohl bei der Tat von Magdeburg mit mehreren Toten und Hunderten Verletzten als auch bei der Tat von Aschaffenburg lag nach heutigem Kenntnisstand ein Großteil der Verantwortung in den betreffenden LĂ€ndern", so der GrĂŒnen-Fraktionsvize mit Blick auf Bayern und Sachsen-Anhalt. In beiden BundeslĂ€ndern wĂŒrden die Innenministerien von der Union gefĂŒhrt - "und in beiden stellen sich sehr zahlreiche, bislang noch unbeantwortete Fragen".

Alle Beteiligten seien aufgefordert, "ihren Teil zur weiteren AufklĂ€rung zu leisten", forderte von Notz. "Statt ihren Teil zu leisten, hört man von der Landesebene jedoch verdammt wenig. Die AntrĂ€ge, die die Union im Bundestag vorgelegt hat, haben offenkundig das Ziel, hiervon abzulenken. Sie waren inhaltlich dĂŒnnste Suppe und wimmeln nur so von Uralt-Forderungen, die weder umsetzbar, noch europa- und verfassungskonform sind", kritisierte der GrĂŒnen-Politiker. Konkrete BezĂŒge zu den Taten von Magdeburg und Aschaffenburg hĂ€tten komplett gefehlt. Die Innere Sicherheit wĂŒrden die VorschlĂ€ge allesamt nicht erhöhen, VorschlĂ€ge zur Finanzierung wĂŒrden gĂ€nzlich fehlen. "Jedwede Verantwortung, die mit Blick auf die Tat von Aschaffenburg zweifellos offenbar auch und zu einem Großteil in Bayern liegt, wird von sich gewiesen. Das ist offenkundig dem Wahlkampf geschuldet", so von Notz weiter. Sicherheitspolitisch sei ein solches Agieren unverantwortlich. "Als GrĂŒne spielen wir dieses Spiel nicht mit. Wir erinnern alle Verantwortlichen auf Bundes- und Landesebene noch einmal an ihre Verantwortung", so der GrĂŒnen-Politiker.

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