Nato-GeneralsekretÀr, Stoltenberg

Nato-GeneralsekretĂ€r Stoltenberg: Man kann Putins KalkĂŒl Ă€ndern

19.09.2024 - 19:44:44

Kurz vor seinem Abschied als Nato-GeneralsekretĂ€r betont Jens Stoltenberg, dass die militĂ€rische UnterstĂŒtzung der Ukraine den russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin an den Verhandlungstisch bringen soll.

"Ich glaube nicht, dass PrĂ€sident Putin seine Meinung ĂŒber die Ukraine Ă€ndern wird", sagte der Norweger. Er glaube jedoch, dass man Putins KalkĂŒl Ă€ndern könne, "denn es gibt eine Grenze dafĂŒr, wie hoch der Preis sein darf, den er zu zahlen bereit ist."

Nach Ansicht des Nato-GeneralsekretĂ€rs erhöhe die militĂ€rische UnterstĂŒtzung der Ukraine die Wahrscheinlichkeit, Putin zu ĂŒberzeugen, eine Friedensvereinbarung treffen zu mĂŒssen, in der die Ukraine als souverĂ€ne, unabhĂ€ngige Nation auftrete. "Und dann ist es Sache der Ukraine und Russlands zu verhandeln", sagte Stoltenberg. Die Nato mĂŒsse die Ukraine in die Lage versetzen, die Botschaft zu vermitteln, dass Putin auf dem Schlachtfeld nicht gewinnen könne, weil der Preis dafĂŒr zu hoch wĂ€re.

Zehn Jahre lang war Stoltenberg Nato-GeneralsekretÀr

Die Ukraine fĂŒhrt seit zweieinhalb Jahren einen Abwehrkampf gegen eine großangelegte russische Invasion und erhĂ€lt dabei auch massive UnterstĂŒtzung aus dem Westen.

Stoltenberg ĂŒbergibt sein Amt als Nato-GeneralsekretĂ€r am 1. Oktober nach zehn Jahren an den frĂŒheren niederlĂ€ndischen Regierungschef Mark Rutte. Der 65-jĂ€hrige Stoltenberg war von 2000 bis 2001 sowie von 2005 bis 2013 norwegischer MinisterprĂ€sident. Medien zufolge soll er im kommenden Jahr Christoph Heusgen als Chef der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz (MSC) ablösen. Entsprechende Berichte wurden der Deutschen Presse-Agentur aus mehreren Quellen bestĂ€tigt.

@ dpa.de