Regierung, Finanzhilfen

Regierung will Finanzhilfen fĂŒr Ganztagsausbau bis 2029 verlĂ€ngern

19.05.2025 - 10:35:24

LĂ€nder und Kommunen sollen zwei Jahre mehr Zeit bekommen, um Milliardenhilfen vom Bund zum Ausbau der Ganztagsbetreuung abzurufen.

Das geht aus einer GesetzesĂ€nderung hervor, die das Bundeskabinett beschlossen hat. Die Bundeshilfen in Höhe von 3,5 Milliarden Euro sollen demnach bis 2029 bereitstehen, erklĂ€rte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) laut einer Mitteilung ihres Hauses. RegulĂ€r wĂ€re die Förderung Ende 2027 ausgelaufen. Bundestag und Bundesrat mĂŒssen die Änderung noch absegnen.

Hintergrund ist der im kommenden Jahr greifende Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung fĂŒr Kinder im Grundschulalter. Demnach haben kĂŒnftig alle Kinder der ersten Klassenstufe einen Anspruch auf ganztĂ€gige Bildung und Betreuung.

In den Folgejahren wird der Anspruch auf die Klassenstufen zwei bis vier erweitert, so dass ab dem Schuljahr 2029/2030 allen Kindern der ersten bis vierten Klasse der Rechtsanspruch zusteht.

VerlÀngerung soll LÀndern und Kommunen mehr Luft verschaffen

Um die Voraussetzungen dafĂŒr schaffen zu können, stellt der Bund den LĂ€ndern 3,5 Milliarden Euro zur VerfĂŒgung. Mit der Möglichkeit, die Finanzhilfen noch bis Ende 2029 abzurufen, solle es LĂ€ndern und Kommunen erleichtert werden, "begonnene und geplante Maßnahmen auch unter schwierigen Rahmenbedingungen zu realisieren", wie es in der Mitteilung zum Kabinettsbeschluss heißt.

Bildungsministerin Prien betonte, dass die Maßnahme "verlĂ€ssliche Planungsgrundlagen" schaffe. "So kann weiter an guten und erreichbaren Angeboten fĂŒr jedes Grundschulkind gearbeitet werden", erklĂ€rte Prien.

Mit dem kĂŒnftigen Rechtsanspruch soll die BetreuungslĂŒcke geschlossen werden, die nach der Kita fĂŒr viele Familien entsteht, wenn Kinder eingeschult werden.

Experten sehen in der Umsetzung allerdings eine Herkulesaufgabe. Unter anderem der StĂ€dte- und Gemeindebund hatte schon vor lĂ€ngerer Zeit auf den großen Personalbedarf hingewiesen. Auch mĂŒssen bundesweit genĂŒgend RĂ€ume zur VerfĂŒgung stehen, um die Kinder lĂ€nger betreuen zu können.

@ dpa.de