Landarztquote: Erste Verfahren gegen Medizinstudenten
Veröffentlicht am: 23.08.2026 um 10:29 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSElf BundeslĂ€nder vergeben ĂŒber die Landarztquote MedizinstudienplĂ€tze an Bewerber auch ohne Spitzenabitur. DafĂŒr verpflichten sich diese, nach Studium und Facharztweiterbildung zehn Jahre lang als Hausarzt in einer unterversorgten Region tĂ€tig zu sein. Wer den Vertrag bricht, muss mit einer Strafe von 250.000 Euro rechnen, doch dazu kam es bislang nie.
Eine Abfrage des Magazins unter den elf Quoten-LĂ€ndern ergab, dass seit 2019 mehr als 350 StudienplĂ€tze vorzeitig aufgegeben oder gar nicht erst angetreten wurden, ohne dass eine Strafe verhĂ€ngt wurde. Ein Abbruch werde "nicht sanktioniert", teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit. Zahlen mĂŒsse nur, wer nach dem Examen aussteige.
Ab Oktober befassen sich Gerichte mit 28 Klagen von Quoten-Studenten gegen die Wirksamkeit der VertrĂ€ge. Sachsen will deren Ausgang ausdrĂŒcklich abwarten - "insbesondere in NRW". Erhalten sie Recht, kippt möglicherweise das ganze System.
