BĂ€ume, Feldern

Was BĂ€ume auf Feldern mit Klimaschutz zu tun haben

22.10.2024 - 06:24:18

Landwirte setzen nach EinschÀtzung eines Experten vermehrt auf BÀume auf ihren AckerflÀchen.

"Man merkt, dass ein Umdenken stattfindet. Durch die zunehmenden KlimaĂ€nderungen steigt der Druck, etwas zu tun, weil der Ertrag abnimmt", sagte der Forstwissenschaftler und Chef des Deutschen Fachverbands fĂŒr Agroforstwissenschaft, Christian Böhm, in Weimar. Die Gehölze sorgten unter anderem fĂŒr Windschutz und verhinderten Bodenerosion. Auch die BiodiversitĂ€t werde gefördert.

Offiziell werde nicht erhoben, wie viel AgroforstflĂ€chen derzeit in Deutschland bewirtschaftet werden, sagte er weiter. SchĂ€tzungen des Verbands gingen von 300 bis 400 Hektar aus. "Wir befinden uns immer noch in einer absoluten Nische." Bei der Agroforstwirtschaft werden Obst- oder NussbĂ€ume, aber auch BĂ€ume fĂŒr Bau- oder Industrieholz an Feldern gepflanzt und damit Ackerbau und Forstwirtschaft kombiniert.

Investitionskosten sind hoch

Viele Betriebe scheuten bislang den Einstieg in die Agroforstwirtschaft, weil die Investitionskosten hoch seien und sich viele BĂ€ume erst nach Jahren oder gar Jahrzehnten rechneten, sagte Böhm weiter. Hier brauche es eine Investitionsförderung. Derzeit gebe es die nur in vier BundeslĂ€ndern und sie sei sehr bĂŒrokratisch. Außerdem sei es sinnvoll, die Speicherung von Kohlenstoffdioxid in den BĂ€umen zu honorieren.

KĂŒnftig will der Verband mit einem Netzwerk aus AgroforstflĂ€chen und unterstĂŒtzt vom Bundeslandwirtschaftsministerium mehr Aufmerksamkeit fĂŒr das Thema schaffen. Es gehe um Hunderte Hektar FlĂ€chen in zehn BundeslĂ€ndern, hieß es anlĂ€sslich der Projektvorstellung in Weimar. Davon sollen etwa zwei Drittel im Rahmen des Projekts neu angelegt werden, sagte Böhm.

@ dpa.de