Sesko, Simons

Sesko und Simons zaubern: Leipzig siegt in Unterzahl

09.02.2025 - 19:22:15 | dpa.de

Leipzigs ersehnter Sieg. Benjamin Sesko und Xavi Simons fĂŒhren RB zum ersten Bundesliga-Erfolg seit Wochen. Entscheidend ist ein endlich gelungener taktischer Zug.

Ein Haken, dann die FĂŒhrung: Benjamin Sesko (l.) lĂ€sst David Nemeth aussteigen. - Foto: Jan Woitas/dpa
Ein Haken, dann die FĂŒhrung: Benjamin Sesko (l.) lĂ€sst David Nemeth aussteigen. - Foto: Jan Woitas/dpa

Kein Befreiungsschlag, aber ein wichtiger Schritt aus der Krise: AngefĂŒhrt vom Zauber-Duo Benjamin Sesko und Xavi Simons hat RB Leipzig den FC St. Pauli in Unterzahl 2:0 (2:0) besiegt und den vierten Platz der Fußball-Bundesliga gefestigt. Die Sachsen feierten damit nach vier Spielen und erstmals seit dem Jahres-Auftakt gegen Werder Bremen wieder einen Sieg.

Kein Leipziger Zuckerschlecken

«Das gibt positive Energie fĂŒr die nĂ€chsten Spiele, wenn du Siege einfĂ€hrst», sagte Leipzigs Neuzugang Ridle Baku: «Das war jetzt heute kein Zuckerschlecken. Das ist mir auch ehrlich gesagt egal.» Morgen frage keiner mehr nach, ergĂ€nzte Teamkollege Nicolas Seiwald beim Streamingdienst DAZN.

FĂŒr St. Pauli war es die erste Niederlage nach drei ungeschlagenen Spielen. «Mich nervt das komplett», sagte GĂ€ste-Profi Noah Weißhaupt ĂŒber Auftritt und Ertrag: «Du hast die Torchancen. Ich hĂ€tte es verstanden, wenn wir keine hĂ€tten.» Leipzig habe einfach erwachsener gespielt, meinte Mitspieler Elias Saad.

Sesko (16. Minute) brachte Leipzig stattdessen mit seinem neunten Saison-Tor in FĂŒhrung. Nach Vorlage des slowenischen Nationalspielers erhöhte Xavi Simons (35.) vor 46.021 Zuschauern. In der 69. Minute sah Leipzigs Abwehrchef Willi Orban nach einer Notbremse die Rote Karte.

Leipziger Umbau mit BankdrĂŒcker Openda

Weder die Ergebnisse noch die Spielweise passten zuletzt bei RB. Trainer Marco Rose griff entsprechend durch, wechselte die Startelf im Vergleich zum 0:0 bei Union Berlin auf fĂŒnf Positionen. Prominentestes Opfer: LoĂŻs Openda. In der vergangenen Saison war er noch mit 24 Toren der treffsicherste Leipziger, aktuell ist Openda von akuten Ladehemmungen begleitet.

Sesko stĂŒrmte allein, Rose setzte in Ridle Baku auf der rechten Außenbahn ein Pendant zu David Raum auf links. Das war an sich nicht neu, aber diesmal gelang es, dem Leipziger Spiel die Linkslastigkeit zu nehmen. Doch zunĂ€chst war St. Pauli ganz nah an der FĂŒhrung. Torwart Peter Gulacsi (3.) konnte einen Freistoß von Eric Smith nur nach vorn abwehren, der Hamburger KapitĂ€n Jackson Irvine traf statt des leeren Tores aber nur einen Leipziger Verteidiger.

Wie einfach es geht, zeigte Sesko. Simons schickte den Angreifer in den Strafraum, dort ging David Nemeth völlig unnötig neben Sesko runter - und der 21-JĂ€hrige schob den Ball unbedrĂ€ngt in die lange Ecke. Leipzig spielte sich nicht viele Chancen heraus, nutzte diese dann aber konsequent. Sesko kombinierte auf der rechten Seite mit Baku, legte den Ball dann im Hamburger Strafraum in den RĂŒcken der Abwehr. Dort stand Simons ganz allein und traf zum dritten Mal in diesem Jahr.

Latte, Gulacsi und der verwehrte Anschluss

St. Pauli machte es Leipzig bei den Toren zu einfach, verlor aber den Glauben nicht. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hatte Noah Weißhaupt (45.+1) die große Gelegenheit zum Anschluss, als er nach einem Durcheinander nach einem langen Einwurf frei zum Volley kam. Der Ball klatschte gegen die Latte, von da an Gulacsis RĂŒcken - und trudelte ins Aus.

Leipzig erholte sich schnell von dem Schreck, blieb weiter variabel in der Spielanlage. Mal mit langen BĂ€llen auf Sesko, mal kombinierten sich Simons und Antonio Nusa durch das Zentrum. St. Pauli erhielt zwar seine Möglichkeiten, blieb zunĂ€chst aber wie beim Abschluss des eingewechselten Saad (61.) zu ĂŒberhastet.

Saad stand wenige Minuten spĂ€ter erneut im Blickpunkt. Der StĂŒrmer war nach einem RB-Ballverlust in der Mitte durch und allein auf dem Weg zu Gulacsi, doch KapitĂ€n Orban stoppte den 25-JĂ€hrigen kurz vor dem Strafraum mit einer Notbremse. Nach dem fĂ€lligen Platzverweis reagierte Rose, nahm Sesko, den umsichtigen Kevin Kampl und Nusa runter und brachte unter anderem Openda.

In den Schlussminuten musste sich dennoch RB-Keeper Gulacsi strecken, um bei einem Kopfball von Johannes Eggestein den Anschlusstreffer fĂŒr die GĂ€ste zu verhindern. Auf der Gegenseite vergaben Openda und Baumgartner wenig spĂ€ter die Gelegenheiten zu einem dritten Treffer fĂŒr Leipzig.

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