KORREKTURROUNDUP, Rundfunkreform

KORREKTUR / ROUNDUP: Rundfunkreform könnte im Sommer kommen

19.09.2024 - 19:38:29

(letzter Satz korrigiert)BERLIN - Weniger Hörfunkprogramme, weniger SpartenkanÀle: Die BundeslÀnder treiben ihre Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks voran.

(letzter Satz korrigiert)

BERLIN (dpa-AFX) - Weniger Hörfunkprogramme, weniger SpartenkanĂ€le: Die BundeslĂ€nder treiben ihre Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks voran. In der nĂ€chsten Woche könnten die MinisterprĂ€sidenten einen vorlĂ€ufigen Entwurf in die Online-Anhörung geben, hieß es aus der Rundfunkkommission der LĂ€nder. Eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags konkret zum 1. Januar 2025 schließen die LĂ€nder offensichtlich aus. ZunĂ€chst soll der Reform-Staatsvertrag in Kraft treten - voraussichtlich im Sommer 2025. Die LĂ€nder hoffen durch die Reform auch auf Effekte mit Blick auf die Finanzierung. Derzeit ist offen, wie sich perspektivisch die Höhe des Rundfunkbeitrags entwickeln wird.

Eigentlich soll der Beitrag einer Empfehlung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) zufolge zum Jahreswechsel von monatlich 18,36 Euro um 58 Cent auf monatlich 18,94 Euro steigen. Den Beitrag zahlen Haushalte und Firmen zur Finanzierung der öffentlich-rechtlichen MedienhĂ€user von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Die BundeslĂ€nder mĂŒssen sich eng an der Empfehlung orientieren. Aber einige LĂ€nderchefs haben bereits signalisiert, dass sie eine Erhöhung nicht mittragen werden - und sprechen unter anderem von zu wenig RĂŒckhalt in der Bevölkerung dafĂŒr. Hintergrund ist auch die Krise des Senders RBB vor zwei Jahren. Es ging dabei um VorwĂŒrfe der Verschwendung an der Spitze. Es ist unklar, ob sich die LĂ€nder einigen werden.

Mit der Reform des Rundfunks möchten die LĂ€nder die öffentlich-rechtlichen HĂ€user effizienter aufstellen, Doppelstrukturen vermeiden und die Kontrolle verbessern. ARD und ZDF arbeiten ihrerseits parallel an Synergien. Die LĂ€nder wollen etwa die Zahl der Hörfunkprogramme auf gut 50 reduzieren und die der SpartenkanĂ€le um vier oder möglicherweise fĂŒnf verringern. Wenn die MinisterprĂ€sidenten und alle Landtage in den folgenden Monaten zustimmen, könnte der Reform-Staatsvertrag voraussichtlich im Sommer 2025 in Kraft treten. Danach wollen sich die LĂ€nder mit den Effekten der Reform beschĂ€ftigen.

@ dpa.de