«In einen Rausch geschwommen»: MÀrtens bricht Weltrekord
12.04.2025 - 20:53:10Olympiasieger war er schon, nun feiert Lukas MĂ€rtens den nĂ€chsten Meilenstein seiner Schwimm-Karriere: Der 23-JĂ€hrige hat den fast 16 Jahre alten Weltrekord von Paul Biedermann ĂŒber 400 Meter Freistil gebrochen. MĂ€rtens schlug bei den Swim Open von Stockholm nach 3:39,96 Minuten an und verblĂŒffte die Fachwelt. Der Magdeburger war elf Hundertstelsekunden schneller als Biedermann bei seiner Bestmarke im Sommer 2009.
Besonders verrĂŒckt: MĂ€rtens unterbot die Zeit nicht beim lange vorbereiteten Saisonhöhepunkt, sondern im ersten internationalen Wettkampf seit Olympia 2024. Er war direkt aus einem dreiwöchigen Höhentrainingslager in der Sierra Nevada angereist.
MĂ€rtens ist verblĂŒfft, Biedermann gratuliert
«Ich habe mich nach dem Höhentrainingslager gut gefĂŒhlt und wusste, dass ich in Form bin â aber mit so einer Zeit habe ich wirklich nicht gerechnet», sagte er. «Der Weltrekord kam ĂŒberraschend, das muss ich erst mal sacken lassen.»
Auch Biedermann gratulierte. «Herzlichen GlĂŒckwunsch: Was eine krasse Leistung! Ich freue mich sehr, dass der Rekord in Sachsen-Anhalt bleibt!», schrieb der frĂŒhere Top-Athlet aus Halle an der Saale bei Instagram.
MĂ€rtens unterstrich mit der Bestmarke einmal mehr seine Ausnahmeklasse - und dass mit ihm auch in der nach-olympischen Saison zu rechnen ist. Der FuĂballfan und Parfum-Liebhaber hat sich zum groĂen Vorzeigeschwimmer des deutschen Teams entwickelt.
Auch sein Trainer wundert sich
2022, 2023 und 2024 gewann der SchĂŒtzling von Langstrecken-Bundestrainer Bernd Berkhahn bei den Weltmeisterschaften jeweils eine Medaille. Bei den Sommerspielen von Paris folgte dann die Krönung: Gold ĂŒber 400 Meter Freistil. Schon damals hatte MĂ€rtens den Weltrekord im Hinterkopf. In 3:41,78 Minuten klappte es nicht. «Es ist mir scheiĂegal, ob der jetzt gefallen ist oder nicht», sagte er damals. Nun erfĂŒllte er sich auch diesen Traum.
«Lukas hat sich hier in einen Rausch geschwommen. Mit so einer Zeit konnte man hier eigentlich noch nicht rechnen», sagte Berkhahn.
Seinen Super-Schwimmer bringen auch RĂŒckschlĂ€ge nicht aus dem Konzept. Im vergangenen Herbst musste MĂ€rtens lĂ€nger aussetzen. Um immer wieder auftretende Nasennebenhöhlenprobleme loszuwerden, lieĂ er sich zweimal an der Nase operieren.
Mit seiner historischen Zeit setzte er nun auch schon einmal ein Achtungszeichen Richtung Weltmeisterschaften. Beim Saisonhöhepunkt Ende Juli und Anfang August in Singapur ist der Magdeburger einer der ganz groĂen Favoriten.







