Martin Schindler verliert EM-Finale in Dortmund mit 8:11
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 07:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWSSchindlers EM-Lauf in Dortmund
- Martin Schindler verlor das Finale in der Westfalenhalle mit 8:11 gegen Ross Smith.
- Der Strausberger bezwang zuvor Jonny Clayton und Wessel Nijman.
- Bei seinen ersten fĂŒnf EM-Teilnahmen war Schindler jeweils in der ersten Runde ausgeschieden.
Martin Schindler verliert EM-Finale in Dortmund
Martin Schindler hat das Finale der Darts-Europameisterschaft in Dortmund gegen den EnglÀnder Ross Smith mit 8:11 verloren. Der 30 Jahre alte Deutsche zeigte sich nach dem Endspiel dennoch tief bewegt und dankte dem Publikum in der Westfalenhalle.
Erste deutsche Major-Krönung bleibt aus
Die Niederlage verhinderte die historische erste Krönung eines deutschen Profis bei einem Major-Turnier. Schindlers Finaleinzug bedeutete zugleich die beste deutsche Platzierung bei der EM.
Smith hatte bereits mit 8:2 gefĂŒhrt, ehe Schindler noch einmal Druck aufbaute. Der EnglĂ€nder brachte den Vorsprung aber ins Ziel und gewann nach 2022 zum zweiten Mal den EM-Titel.
Schindler spricht ĂŒber schwieriges Jahr
Nach dem Finale wischte sich Schindler mehrfach die TrĂ€nen aus den Augen. Seine Stimme stockte, als er sagte, er habe vor zehn Jahren beim Einstieg in den professionellen Darts nichts erwartet und sei nun trotz der Niederlage einfach glĂŒcklich.
FĂŒr den Deutschen war der Weg ins Endspiel besonders bemerkenswert, weil er bei seinen ersten fĂŒnf EM-Teilnahmen jeweils in der ersten Runde ausgeschieden war. Erst vor einem Jahr gelang ihm bei der Europameisterschaft der erste Sieg.
Erfolge gegen starke Gegner
In Dortmund setzte sich Schindler unter anderem gegen Jonny Clayton und Wessel Nijman durch. Der Finaleinzug nach diesen Erfolgen kam fĂŒr die deutsche Nummer eins unerwartet.
Smith wĂŒrdigte seinen Gegner nach dem zweiten EM-Titel als fantastischen Spieler und KĂ€mpfer. Schindler hatte nach seinem 6:5 gegen Nijman am Freitag gesagt: âWir sind verletzlich, es kann uns mal schlecht gehen.â
Martin Schindlers Finaleinzug markiert trotz der Niederlage einen wichtigen Schritt fĂŒr den deutschen Dartsport. Erstmals erreichte ein deutscher Profi das Endspiel der Europameisterschaft, nachdem Schindler bei seinen ersten fĂŒnf EM-Teilnahmen jeweils in der ersten Runde ausgeschieden war.
Der Erfolg fĂ€llt in eine Saison, die fĂŒr den 30-JĂ€hrigen von RĂŒckschlĂ€gen geprĂ€gt war. In Dortmund setzte er sich jedoch gegen etablierte Spieler durch und bewies, dass er auch bei einem Major-Turnier ĂŒber mehrere Runden konstant auf höchstem Niveau spielen kann.
Einordnung fĂŒr den deutschen Dartsport
Die Entwicklung passt zu einer wachsenden öffentlichen Aufmerksamkeit fĂŒr Darts in Deutschland. Das Turnier in der Westfalenhalle zog an vier Tagen mehr als 35.000 Zuschauer an und erreichte damit einen Besucherrekord. Schindlers Lauf dĂŒrfte zudem die Bedeutung deutscher Spieler fĂŒr die internationale Vermarktung des Sports stĂ€rken.
Sportlich bleibt der Abstand zur englischen Spitze sichtbar: Ross Smith kontrollierte das Finale lange und gewann nach 2022 zum zweiten Mal die Europameisterschaft. FĂŒr Schindler bietet der zweite Platz dennoch eine bessere Ausgangslage fĂŒr die Weltrangliste und die bevorstehende Weltmeisterschaft in London.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
WDR: âDeutscher Martin Schindler verpasst Sensation in Dortmund: Ross Smith gewinnt Darts-EMâ (25.10.2026)
Der WDR hebt die knappe 8:11-Niederlage und Schindlers deutsche Bestmarke durch den Finaleinzug hervor. Anders als die dpa-Meldung richtet der Beitrag den Schwerpunkt zusÀtzlich auf das Zuschauerinteresse und den Besucherrekord des Turniers.
ntv: âMartin Schindler verliert historisches Finale der Darts-EMâ (25.10.2026)
ntv schildert Smiths frĂŒhe FĂŒhrung und Schindlers spĂ€tes Comeback. Der Beitrag nennt auĂerdem das Preisgeld, die Auswirkungen auf Schindlers Weltranglistenposition und seine verbesserte Ausgangslage fĂŒr die Weltmeisterschaft.
Beide BeitrĂ€ge stimmen beim Ergebnis und bei der Bedeutung des Finaleinzugs ĂŒberein. Unterschiede liegen vor allem bei der zusĂ€tzlichen Einordnung ĂŒber Zuschauerzahlen, Preisgeld und Ranglistenfolgen.
