Mecklenburg-Vorpommern, Rot-Rot-Grün

Mecklenburg-Vorpommern: Grüne stimmen für Rot-Rot-Grün-Verhandlungen

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 14:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach SPD und Linken haben auch die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern für Koalitionsverhandlungen über eine rot-rot-grüne Landesregierung gestimmt. Die Gespräche sollen am Montag beginnen.

Mehr zum Thema in Kürze - Bild: ---/dpa
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Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern haben am Samstag auf einem Kleinen Parteitag in Rostock für Koalitionsverhandlungen mit SPD und Linken gestimmt.

Gespräche sollen am Montag starten

Damit ist der Weg für Verhandlungen über die Bildung einer rot-rot-grünen Landesregierung frei. SPD und Linke hatten zuvor bereits für die Aufnahme der Gespräche votiert.

Die Verhandlungen sollen am Montag beginnen. Zuvor hatten die drei Parteien ihre Sondierungen abgeschlossen und sich auf erste gemeinsame Vorhaben verständigt.

Mehrheit im neuen Landtag

SPD, Linke und Grüne kommen im neuen Landtag zusammen auf 39 der 71 Sitze. Bei einem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen wäre Rot-Rot-Grün das erste Regierungsbündnis dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern.

Erste Vorhaben vereinbart

Zu den bisher genannten Zielen gehören beitragsfreie Kitas, der Erhalt aller Krankenhausstandorte und mehr Bürgerbeteiligung. Außerdem soll ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss zu rechtsextremen Netzwerken eingesetzt werden.

Der neue Landtag tritt am 20. Oktober zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Nach der Landesverfassung muss anschließend innerhalb von vier Wochen eine Ministerpräsidentin oder ein Ministerpräsident gewählt werden.

Mehrheit steht, Verhandlungen beginnen

SPD, Linke und Grüne verfügen im neuen Landtag zusammen über 39 von 71 Sitzen. Damit hätten sie eine parlamentarische Mehrheit für ein gemeinsames Regierungsbündnis. Für SPD und Linke ist die Vereinbarung politisch notwendig, weil ihre bisherige Zusammenarbeit nach der Landtagswahl keine eigene Mehrheit mehr besitzt.

Ein erfolgreiches Bündnis wäre die erste rot-rot-grüne Landesregierung in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Die AfD wurde bei der Wahl zwar stärkste Kraft, verfügt aber über keine Mehrheit und bleibt nach der angekündigten Abgrenzung der drei Parteien auf die Oppositionsrolle verwiesen.

Konkrete Vorhaben liegen bereits auf dem Tisch

Die Sondierungspartner haben nach den bisherigen Gesprächen zentrale Eckpunkte benannt. Dazu gehören beitragsfreie Kitas, der Erhalt aller Krankenhausstandorte und mehr Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Außerdem ist ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss zu rechtsextremen Netzwerken vorgesehen.

Der Zeitplan setzt die Parteien unter Druck: Der neue Landtag soll am 20. Oktober erstmals zusammentreten. Danach muss innerhalb von vier Wochen eine Ministerpräsidentin oder ein Ministerpräsident gewählt werden. Bis dahin müssten die Verhandlungen abgeschlossen und die Koalitionsverträge von den beteiligten Parteien gebilligt sein.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

NDR: „SPD, Linke und Grüne wollen Koalitions-Verhandlungen ...“ (10.10.2026)

Der Bericht bestätige den Beschluss der Grünen und ordne die geplanten Gespräche in die Ergebnisse der Sondierungen ein. Er hebe zusätzlich konkrete Vorhaben wie Bürgerräte, eine Enquetekommission zu Krisenvorsorge und Bevölkerungsschutz sowie Bürokratieabbau durch Digitalisierung hervor. Offen bleibe, wie die unterschiedlichen politischen Schwerpunkte in einem Koalitionsvertrag zusammengeführt würden.

DER SPIEGEL: „Mecklenburg-Vorpommern: Rot-Rot-Grün vereinbart Koalitionsgespräche“ (09.10.2026)

Der Artikel habe bereits die Empfehlung der drei Parteien zu Koalitionsgesprächen beschrieben und auf die geplante Mehrheit von SPD, Linken und Grünen verwiesen. Anders als der aktuelle Vorgang habe er den bevorstehenden Grünen-Beschluss noch als offenen Schritt dargestellt und den Schwerpunkt auf die Wahlergebnisse sowie die Abgrenzung von der AfD gelegt.

Medienübergreifend bestehe Einigkeit darüber, dass die drei Parteien auf ein gemeinsames Regierungsbündnis zusteuerten und über eine parlamentarische Mehrheit verfügten. Unterschiede lägen vor allem bei der Gewichtung der politischen Vorhaben; als offene Punkte blieben die Ausgestaltung des Koalitionsvertrags und die Zustimmung der Parteigremien.

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