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Schwesig will neuen Fokus der SPD auf Arbeit und Bildung

04.11.2025 - 05:00:00

Mecklenburg-Vorpommerns MinisterprĂ€sidentin Manuela Schwesig (SPD) hat ihre Partei aufgefordert, sich auf ihre traditionellen StĂ€rken zu besinnen, um die Abwanderung ihrer AnhĂ€ngerschaft nach rechtsaußen zu beenden.

"Die SPD hat unterschĂ€tzt, dass auch WĂ€hlerinnen und WĂ€hler von uns zur AfD wechseln", sagte sie dem "Tagesspiegel" (Dienstagsausgabe). "Wir haben es zu lange vernachlĂ€ssigt, durch die Brille der arbeitenden Bevölkerung zu blicken." Als "Partei der Arbeit" mĂŒsse sich die Sozialdemokratie auf Arbeitnehmer, SelbststĂ€ndige und Handwerker konzentrieren, von denen viele im lĂ€ndlichen Raum lebten und mit dem Auto zur Arbeit pendelten, "meist Benziner, weil sie sich noch gar kein E-Auto leisten können. Das muss wieder die Perspektive der SPD sein". Zur möglichen Mitgliederbegehren gegen die mit der Union vereinbarte Reform des BĂŒrgergelds sagte Schwesig, zu einer Volkspartei gehörten auch Diskussionen: "Entscheidend fĂŒr mich ist, dass wir den Sozialstaat darauf ausrichten, Menschen in Arbeit zu bringen, sie zu qualifizieren. Deshalb muss auch Bildung unser Schwerpunkt sein."

Sie sei "stolz", dass die SPD in den Koalitionsverhandlungen das Infrastruktur-Sondervermögen etwa fĂŒr Investitionen in Schulen durchgesetzt habe. Schwesig will auch nach der Landtagswahl im September nĂ€chsten Jahres MinisterprĂ€sidentin bleiben, allerdings wurde die AfD mit 38 Prozent in Umfragen zuletzt doppelt so stark gemessen wie die SPD mit 19. "Meine persönlichen Umfragewerte sind gut. Die HĂ€lfte der Menschen ist mit meiner Arbeit zufrieden", sagte Schwesig der Zeitung dazu: "Ich werde dafĂŒr werben, dass viele von Ihnen zur Wahl gehen und SPD wĂ€hlen."

@ dts-nachrichtenagentur.de