Deutschland, Kriminalität

Umfrage: Mehrheit der Frauen fühlt sich nicht sicher

28.10.2025 - 01:00:06 | dpa.de

Mehr als die Hälfte der Frauen in Deutschland fühlt sich laut einer Umfrage an öffentlichen Orten nicht sicher. Besonders Clubs und Bahnhöfe schneiden schlecht ab.

Nicht nur auf der Straße fühlen sich viele Frauen unsicher. (Symbolbild) - Foto: Henning Kaiser/dpa

Eine Mehrheit der Frauen fühlt sich einer Umfrage zufolge im öffentlichen Raum in Deutschland nicht sicher. In der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Funke Mediengruppe gaben 55 Prozent der befragten Frauen an, sich an keinem der zur Auswahl stehenden öffentlichen Orte sicher zu fühlen. Darunter waren unter anderem die Straße, öffentliche Verkehrsmittel oder Parks. Am schlechtesten schnitten Clubs und Bahnhöfe ab – nur 14 Prozent der Frauen gaben an, sich dort sicher zu fühlen.

Unter allen Befragten, also auch Männern, gab insgesamt fast jeder Zweite (49 Prozent) an, sich an keinem der genannten öffentlichen Orte sicher zu fühlen.

Für die nach Angaben von Civey repräsentative Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut im Zeitraum vom 23. bis 27. Oktober online 5.000 Menschen ab 18 Jahren.

Gespaltene Meinung über Aussagen von Merz

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte zuletzt eine Diskussion um öffentliche Sicherheit und Migration ausgelöst. Zunächst hatte er gesagt, die Bundesregierung korrigiere frühere Versäumnisse in der Migrationspolitik und mache Fortschritte, «aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.»

Später sagte der Kanzler auf Nachfrage: «Fragen Sie mal Ihre Töchter, was ich damit gemeint haben könnte. Ich vermute, Sie kriegen eine ziemlich klare und deutliche Antwort.» Am vergangenen Mittwoch konkretisierte Merz, Probleme würden diejenigen Migranten machen, die keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus hätten, die nicht arbeiteten und die sich auch nicht an die in Deutschland geltenden Regeln hielten.

Bei der Frage, wie die Befragten die aktuelle Kommunikation von Merz zum Thema Sicherheit von Frauen im öffentlichen Raum bewerteten, ergibt sich in der Umfrage ein uneinheitliches Bild. 47 Prozent der Befragten bewerteten die Kommunikation des Kanzlers positiv, 42 Prozent hingegen negativ.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
politik | 68299645 |

Weitere Meldungen

20-Jähriger nach Anschlagsdrohung im ICE in U-Haft. Die Ermittler sehen mögliche politische, aber auch psychische Hintergründe der Tat. In einem Zug in Nordrhein-Westfalen zündet ein junger Mann Sprengvorrichtungen, Reisende werden leicht verletzt. (Politik, 03.04.2026 - 17:16) weiterlesen...

Nach Deepfake-Affäre: CDU-Landeschef Lechner sieht Defizite. In einem Brief an die Parteimitglieder macht Landeschef Lechner deutlich, wie es weitergeht. Vorwürfe um ein sexualisiertes KI-Video sorgen für Aufruhr bei der CDU-Landtagsfraktion in Niedersachsen. (Politik, 03.04.2026 - 17:11) weiterlesen...

Mann droht in ICE mit Anschlag – politisches Motiv?. Ein junger Mann droht mit einem Anschlag und zündet Sprengvorrichtungen. Der Staatsschutz sucht nach einem Motiv. In einem Zug in Nordrhein-Westfalen kommt es zu einem Zwischenfall. (Unterhaltung, 03.04.2026 - 14:34) weiterlesen...

Anschlagsdrohung in ICE – Ermittler prüfen politisches Motiv. Noch sind viele Fragen offen. In den Fall ist auch die Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf involviert. Ein junger Mann droht in einem ICE mit einem Anschlag und zündet Pyrotechnik. (Unterhaltung, 03.04.2026 - 13:37) weiterlesen...

Lang zu Erfahrung mit Deepfake-Porno: «Gefühl von Ohnmacht». Ein Deepfake-Porno fühle sich «schlimmer an als jede Beleidigung». Grünen-Politikerin Ricarda Lang erlebt digitale Gewalt seit Beginn ihrer politischen Karriere. (Politik, 03.04.2026 - 11:40) weiterlesen...

Staatsschutz ermittelt nach Anschlagsdrohung in ICE. Es gibt erste Hinweise auf ein politisches Motiv. In einem ICE in Nordrhein-Westfalen zündet ein Mann am Abend Pyrotechnik – und droht mit einem Anschlag. (Unterhaltung, 03.04.2026 - 11:37) weiterlesen...