EU-Asylreform: Mehrere BundeslÀnder fordern Geld vom Bund
30.11.2025 - 17:42:55Bei negativem Ausgang sollen die Migranten direkt von dort in ihr Heimatland zurĂŒckgefĂŒhrt werden. Da auch Deutschland an Flug- und SeehĂ€fen eine AuĂengrenze hat, muss es ebenfalls PlĂ€tze fĂŒr dieses neue Grenzverfahren vorhalten. Die bisherigen PlĂ€ne des Bundes sehen vor, dass die BundeslĂ€nder diese PlĂ€tze bereithalten sollen. Ăber den Gesetzentwurf verhandelt gerade der Bundestag. "Wir verfolgen das Ziel, Migration zu ordnen, zu steuern und zu begrenzen. Als Land sind wir daher bereit, unseren Teil zur Umsetzung der GEAS-Reform zu leisten", sagte Baden-WĂŒrttembergs StaatssekretĂ€r fĂŒr Migration Siegfried Lorek (CDU). "Gleichzeitig erwarten wir aber, dass sich auch der Bund entsprechend engagiert. Wenn die LĂ€nder Aufgaben ĂŒbernehmen sollen, muss der Bund zumindest fĂŒr eine auskömmliche Finanzierung sorgen." Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) forderte den Bund auf, eigene Ausreisezentren einzurichten, um die LĂ€nder bei den RĂŒckfĂŒhrungen zu unterstĂŒtzen. "Wir können die Grenzkontrollen erst herunterfahren, wenn auf EU-Ebene wirkungsgleiche MaĂnahmen erreicht worden sind, die mit dem GEAS-Gesetzgebungsverfahren angestrebt werden", sagte Schuster der "Welt". "Zentrale Forderung der LĂ€nder ist dabei aber auch, dass der Bund zentrale Bundesausreisezentren einrichtet und auf diese Weise die Abschiebungen der LĂ€nder unterstĂŒtzt." Als Standort fĂŒr ein solches Bundesausreisezentrum könne man aus Sachsen den Leipziger Flughafen anbieten, der aus logistischen GrĂŒnden bereits hĂ€ufig fĂŒr zentrale SammelflĂŒge genutzt werde.


