Faeser, SolidaritÀts-Demo

Faeser verurteilt SolidaritĂ€ts-Demo fĂŒr Ex-RAF-Terroristen

10.03.2024 - 02:39:16

Mehrere hundert Demonstranten ziehen zur SolidaritÀt mit untergetauchten oder inhaftierten RAF-Mitgliedern durch Berlin. Innenministerin Faeser findet deutliche Worte.

  • Die linksextremistische Szene bleibe stark im Fokus der Sicherheitsbehörden, sagt Innenministerin Nancy Faeser. - Foto: Christophe Gateau/dpa

    Christophe Gateau/dpa

  • Mehrere hundert Teilnehmer einer Demonstration zur SolidaritĂ€t mit untergetauchten oder inhaftierten RAF-Mitgliedern waren am Abend durch Berlin gezogen. - Foto: Christophe Gateau/dpa

    Christophe Gateau/dpa

Die linksextremistische Szene bleibe stark im Fokus der Sicherheitsbehörden, sagt Innenministerin Nancy Faeser. - Foto: Christophe Gateau/dpaMehrere hundert Teilnehmer einer Demonstration zur SolidaritÀt mit untergetauchten oder inhaftierten RAF-Mitgliedern waren am Abend durch Berlin gezogen. - Foto: Christophe Gateau/dpa

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat die Demonstration zur SolidaritĂ€t mit untergetauchten oder inhaftierten RAF-Mitgliedern in Berlin verurteilt. «Die RAF hat 34 Menschen brutal ermordet. Da gibt es nichts, aber auch gar nichts zu verklĂ€ren», sagte die SPD-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Sie wĂŒnschte sich, dass jene, die sich mit untergetauchten Terroristen solidarisierten, «nur eine Sekunde daran denken, was das fĂŒr die Hinterbliebenen der vielen Menschen bedeutet, die von der RAF getötet wurden.»

Dass man es auch bei den jetzigen Polizeimaßnahmen mit ganz erheblichen GefĂ€hrdungen zu tun habe, zeigten die in Berlin sichergestellten Waffen, sagte Faeser weiter. Sie dankte den Ermittlern, dass diese mit maximalem Fahndungsdruck gegen die weiteren noch gesuchten RAF-Terroristen vorgingen. «Niemand sollte sich im Untergrund sicher fĂŒhlen.» Zudem gelte es, genau zu prĂŒfen, welche UnterstĂŒtzer den RAF-Terroristen das Untertauchen so lange ermöglicht hĂ€tten und heute noch ermöglichten. «Die linksextremistische Szene bleibt stark im Fokus der Sicherheitsbehörden.»

Mehrere hundert Teilnehmer einer Demonstration zur SolidaritĂ€t mit untergetauchten oder inhaftierten RAF-Mitgliedern waren am Abend durch Berlin gezogen. Sie versammelten sich am spĂ€ten Nachmittag im Stadtteil Kreuzberg und zogen unter anderem durch die Sebastianstraße, wo die ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette (65) vor ihrer Festnahme Ende Februar unter falschem Namen gelebt hatte.

Polizisten begleiteten die Demonstranten aus der linken Szene, die regelmĂ€ĂŸig etwa «Wir sind nicht alle - es fehlen die Gefangenen» skandierten und Transparente trugen mit SchriftzĂŒgen wie «Freiheit fĂŒr Daniela - terroristisch ist das System» oder «Wo bleiben die Razzien gegen rechts?». Zu gewaltsamen ZwischenfĂ€llen kam es nicht.

@ dpa.de