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Mehrere CDU-Politiker fordern kĂŒnftigen BundesprĂ€sidenten aus Union

27.09.2025 - 12:48:32

Mehrere Politiker aus der Union erheben den Anspruch, den nÀchsten BundesprÀsidenten zu stellen.

"Zweimal hat die Union als stĂ€rkste politische Kraft dem Vorschlag eines SPD-Kandidaten zugestimmt. Ich finde: 2027 darf es gerne wieder ein Kandidat oder eine Kandidatin aus den Reihen der Union sein", sagte der rheinland-pfĂ€lzische CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzende Gordon Schnieder dem "Tagesspiegel". Der CDU-Partei- und Fraktionschef in Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, sagte dem "Tagesspiegel", er "gehe davon aus, dass die Union den nĂ€chsten BundesprĂ€sidenten stellt". Ähnlich Ă€ußerte sich der Vorsitzende des CDU-ArbeitnehmerflĂŒgels CDA, Dennis Radtke. "Die Union wird die mit Abstand stĂ€rkste Fraktion in der Bundesversammlung sein. Aus unserem Reihen kommt schon lĂ€nger kein BundesprĂ€sident mehr. Es ist an der Zeit, dass das nĂ€chste Staatsoberhaupt von CDU/CSU vorgeschlagen wird", sagte Radtke dem "Tagesspiegel". Er sei sicher: "Die Union wird eine exzellent geeignete Kandidatur fĂŒr das höchste Staatsamt prĂ€sentieren - und eine hervorragende Person nominieren, die auch bei SPD und GrĂŒnen auf Akzeptanz stoßen wird." Der nĂ€chste BundesprĂ€sident wird voraussichtlich im Februar 2027 gewĂ€hlt.

Im MĂ€rz 2027 endet die Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier, der nicht erneut kandidieren darf. TrĂ€te die Bundesversammlung heute zusammen, stellten CDU/CSU 434 der 1.260 Wahlleute, wie die Plattform election.de in einer Projektion ermittelt hat. Die SPD kĂ€me demnach auf 262 bis 264 Sitze, die AfD auf 233 bis 236 Sitze. Die CDU-Politiker sprachen sich zudem fĂŒr eine erste BundesprĂ€sidentin aus. "Ich persönlich wĂŒrde es sehr begrĂŒĂŸen, wenn kĂŒnftig das höchste Staatsamt von einer Frau ĂŒbernommen wird", sagte Schnieder: "Die CDU war immer Vorreiterin, wenn es darum ging, Frauen in Spitzenpositionen zu bringen - von der ersten Bundeskanzlerin ĂŒber die erste BundestagsprĂ€sidentin bis zur ersten PrĂ€sidentin der EuropĂ€ischen Kommission." Es sei noch "zu frĂŒh", um ĂŒber Namen zu sprechen, sagte Schnieder: "In der Union gibt es viele Persönlichkeiten, denen ich dieses Amt sehr gut zutraue." Er verband diesen Hinweis mit indirekter Kritik an Steinmeier. "FĂŒr mich ist auch klar: Das nĂ€chste Staatsoberhaupt muss wieder deutlicher und lauter wahrgenommen werden", sagte er.

@ dts-nachrichtenagentur.de