Sachsens MinisterprÀsident verteidigt den Kohlekompromiss gegen Kritiker.

23.01.2020 - 15:19:08 | ad-hoc-news.de

Michael Kretschmer weist die Kritik an der gefundenen Einigung zwischen Bundesregierung und LĂ€ndern entschieden zurĂŒck.

Heizkraftwerk - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Heizkraftwerk - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Der CDU-Politiker garantierte, dass die zugesagten finanziellen Mittel bei den Menschen in den Kohle-Revieren ankommen. GegenĂŒber der "Bild-Zeitung" versprach Kretschmer, die Gelder zielgerichtet einzusetzen. Mit den Investitionen sollen neue ArbeitsplĂ€tze auf dem primĂ€ren Arbeitsmarkt entstehen. Dass einige Beteiligte an den Kohleverhandlungen den Zeitplan zum Ausstieg aus der Kohleverstromung kritisieren, wundert den MinisterprĂ€sidenten. Es bestand Konsens darĂŒber, zunĂ€chst eine neue Perspektive fĂŒr die Bevölkerung in den Kohle-Regionen zu entwickeln. Erst nach Erledigung dieser Aufgabe ist die Stillegung von Tagebauen und Kraftwerken möglich. Der sĂ€chsische Regierungschef ließ außerdem keinen Zweifel daran, dass die sichere Versorgung mit bezahlbarem Strom oberste PrioritĂ€t hat. Sie sei eine wichtige Voraussetzung fĂŒr das Ende der Stromerzeugung aus Kohle. Die zuverlĂ€ssige Energieversorgung sei zentraler Punkt des Kompromisses. Die Regierung plant alle drei Jahre eine PrĂŒfung, ob der Ausstieg nach Plan lĂ€uft und die Versorgungssicherheit garantiert ist. Michael Kretschmer wandte sich entschieden gegen Experimente bei der Stromversorgung. EnergieengpĂ€sse fĂŒr die Wirtschaft seien nicht hinnehmbar. Die Privathaushalte dĂŒrften ebenfalls nicht unter der Energiewende leiden. Der CDU-Politiker sprach sich fĂŒr eine EinschrĂ€nkung des Verbandsklagerechts aus. Klagen von Nichtregierungsorganisationen verzögern den Ausbau der Strominfrastruktur erheblich. Oft seien Organisationen wie die Deutsche Umwelthilfe gar nicht vor Ort. Kretschmer unterstellte einigen Vereinen, dass sie mit ihren Forderungen Deutschland lahmlegen wollen. FĂŒr wichtiger hĂ€lt es der sĂ€chsische MinisterprĂ€sident, mit den BĂŒrgern vor Ort ins GesprĂ€ch zu kommen. Er wolle das Mitbestimmungsrecht der Anwohner stĂ€rken. Der Dialog erhöhe die Akzeptanz fĂŒr neue Stromtrassen und Windanlagen. Bedauern Ă€ußerte Kretschmer gegenĂŒber "Bild", dass es nicht gelungen sei, eine Grundsteuer fĂŒr WindrĂ€der einzufĂŒhren. Er sieht in der Besteuerung zusĂ€tzliche Einnahmen fĂŒr die Kommunen. Damit ließe sich eine höhere Akzeptanz von Windanlagen erreichen. Das Fehlen der Steuer im Klimapaket der Bundesregierung sieht der Politiker aus Sachsen als vertane Chance. Deshalb wolle er das Thema wieder aufgreifen. Gemeinden, welche WindrĂ€der haben, sollen davon profitieren, meinte Michael Kretschmer.

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